Kirche/Kloster

Zisterzienserinnenkloster Welver

Kirchweg 13, 59514 Welver

Highlights

  • Das Zisterzienserinnenkloster Welver wurde 1240 gegründet und bestand bis 1809.
  • Die Klosterkirche St. Albanus und Cyriakus dient heute als evangelische Pfarrkirche.
  • Ein zweites Klostergebäude, St. Bernhard, ist heute katholische Pfarrkirche und wurde um 1700 erbaut.

Tipps

  • Besucher finden die barocke Klosterkirche St. Bernhard sowie die romanische St. Albanus- und Cyriakuskirche sehenswert, letztere heute evangelisch, ersteren katholisch.
  • Die historische Atmosphäre beider Kirchen bietet Raum für Besinnung, Fotografie und Gottesdienste.
  • Informationen zur Nutzung und aktuellen Veranstaltungen sind auf der neuen Website des Pastoralen Raum Werl verfügbar.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Zisterzienserinnenkloster Welver

Das Zisterzienserinnenkloster Welver liegt im nordrhein-westfälischen Welver im Kreis Soest und zählt zu den bedeutenden sakralen Kulturdenkmälern der Region. Das Kloster wurde im 13. Jahrhundert gegründet und bestand bis zur Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts. Es war eine Tochterabtei des Zisterzienserinnenklosters Marienborn und entwickelte sich zu einer einflussreichen und wirtschaftlich prosperierenden religiösen Gemeinschaft. Die Gründung erfolgte durch Walter Vogt von Soest und seine Ehefrau Sophia, die Teile ihres Grundbesitzes für die Klostergründung stifteten, ohne selbst offizielle Stifter zu sein.

Das Kloster verfügte über zwei Kirchen: die ursprüngliche romanische Klosterkirche St. Albanus und Cyriakus, die heute evangelische Pfarrkirche ist, sowie die um 1700 errichtete barocke Klosterkirche St. Bernhard, welche heute der katholischen Gemeinde gehört und als Pfarrkirche dient. Beide Kirchen zeugen von der langen und wechselvollen Geschichte des Klosters, das zeitweise sowohl katholisch als auch evangelisch geprägt war. Die barocke Kirche gilt als besonders atmosphärisch und wird auch heute noch für Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen genutzt.

Wirtschaftlich war das Kloster in seiner Blütezeit äußerst bedeutend. Durch Schenkungen und klösterne Eigeninitiativen vergrößerte sich der Besitz rasch. Besondere Bedeutung hatten sechs Mühlen sowie zahlreiche Höfe in der Umgebung, die das Kloster wirtschaftlich unabhängig machten. Der Konvent umfasste zeitweise etwa 50 Nonnen, überwiegend aus bürgerlichen und ministerialen Familien der Region. Die Äbtissin stand der Gemeinschaft vor, unterstützt von einer Priorin und weiteren Klosterämtern. Die Organisation des Klosters orientierte sich an den Vorgaben des Zisterzienserordens, stand aber auch unter dem Einfluss des Kölner Erzbischofs und des Mutterklosters Kamp.

Heute erinnert das ehemalige Klosterensemble mit seinen erhaltenen Bauten an die reiche Geschichte der Zisterzienserinnen. Die Kirchen sind nach wie vor aktiv in der Gemeindearbeit verankert und ziehen Besucher durch ihre architektonische und kulturelle Bedeutung an. Die barocke Klosterkirche St. Bernhard wird gelegentlich auch für Hochzeiten genutzt, was ihre besondere Atmosphäre unterstreicht. Das Gelände und die Gebäude spiegeln über 500 Jahre Klosterleben wider und laden zur Besinnung und Auseinandersetzung mit der regionalen Kirchengeschichte ein.

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