Denkmal/Gedenkstätte

Stolperstein für August Kühler

Beverstraße 89, 59174 Bergkamen

Highlights

  • In Bergkamen erinnert ein Stolperstein an August Kühler, Opfer der NS-Euthanasie.
  • Der Arbeitskreis Bergkamener Stolpersteine dokumentiert Leben und Schicksal von NS-Opfern wie Kühler.
  • Drei Bergkamener Kinder zählen zu den ermordeten Opfern der NS-Euthanasie-Politik.

Tipps

  • Die genaue Position des Stolpersteins für August Kühler kann im Stadtmuseum Bergkamen oder über den Arbeitskreis Stolpersteine Bergkamen erfragt werden.
  • Der Arbeitskreis Stolpersteine Bergkamen widmet sich der Dokumentation und Erinnerung an lokale Opfer der NS-Euthanasie, insbesondere von Kindern.
  • Die Initiative fördert die historische Aufarbeitung durch lokale Kooperationen, etwa mit dem Stadtmuseum, zur Sicherung der Erinnerungskultur.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Stolperstein August Kühler Bergkamen Kultur-Denkmal

Der Stolperstein für August Kühler in Bergkamen ist ein bewegendes Mahnmal, das an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Initiiert vom Arbeitskreis Bergkamener Stolpersteine in Kooperation mit dem Stadtmuseum Bergkamen, gehört er zu einer Reihe von Gedenksteinen, die an die Verfolgung und Ermordung von Menschen während der NS-Zeit mahnen. Stolpersteine sind kleine, in den Boden eingelassene Messingplatten, die an die individuellen Schicksale der Betroffenen erinnern und zum Innehalten einladen.

Der Fokus des Projekts liegt besonders auf den Opfern der NS-„Euthanasie“-Verbrechen, darunter auch drei Bergkamener Kinder. Diese grausame Praxis zielte darauf ab, Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen sowie psychischen Erkrankungen systematisch zu töten. Der Stolperstein für August Kühler ist Teil dieser lokalen Erinnerungskultur und soll das Schicksal der Betroffenen wachhalten – nicht als Opferstatistik, sondern als persönliche Geschichten.

Die Initiative des Arbeitskreises zeigt, wie wichtig es ist, das kollektive Gedächtnis zu bewahren und über die Verbrechen der NS-Zeit aufzuklären. Durch die dezentrale Platzierung der Steine im öffentlichen Raum wird die Erinnerung direkt mit den Orten verbunden, an denen die Menschen einst lebten. Bergkamen ehrt damit nicht nur August Kühler, sondern alle, deren Leben durch den Nationalsozialismus zerstört wurde.

Besucher:innen werden aufgefordert, beim Passieren der Stolpersteine innezuhalten und sich der historischen Verantwortung bewusst zu werden. Die Gedenksteine sind somit mehr als bloße Gedenktafeln – sie sind ein Appell an die Gegenwart, aus der Geschichte zu lernen und gegen jede Form von Ausgrenzung und Gewalt einzutreten. Der Stolperstein für August Kühler ist damit ein zentraler Ort der Erinnerung in Bergkamen und ein Mahnmal für die Unantastbarkeit menschlicher Würde.

Wer sich für die Hintergründe der NS-Euthanasie oder die lokale Erinnerungskultur interessiert, findet im Stadtmuseum Bergkamen vertiefende Informationen. Die Arbeit des Arbeitskreises unterstreicht dabei die Bedeutung von Aufklärung und Dialog – nicht nur als historische Reflexion, sondern als lebendige Aufgabe für die Gesellschaft.

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