Kirche/Kloster

Evangelisches Pfarramt Christusgemeinde

Friedrichstraße 62, 38855 Wernigerode

Highlights

  • Das Evangelische Pfarramt Christusgemeinde in Wernigerode verwaltet die Christuskirche mit dem Spruch ‚Lasset die Kindlein zu mir kommen‘ (Matthäus 19,14) über dem Taufbecken.
  • Die Kirche steht auf dem Gelände der 1778 eingeweihten ersten Konkordienkirche, benannt nach der lutherischen Bekenntnisschrift von 1577.
  • Die Andreas-Kirche war die erste Kirche im Ort, bevor 1530 Glocken und Steuern nach Wernigerode übergingen und 1778 die evangelische Kirche neu entstand.

Tipps

  • Der historische Kirchenbau auf dem Gelände zeigt die Verbindung zur lutherischen Tradition durch die Konkordienformel als Namensgeberin.
  • Ein Taufspruch am Taufbecken zitiert die Einladung an Kinder aus dem Matthäus-Evangelium und betont die Bedeutung der christlichen Gemeinschaft für alle Altersgruppen.
  • Das Pfarrhausgelände beherbergt die älteste Kirche des Ortes, die ursprünglich dem Apostel Andreas geweiht war und später durch die Christuskirche ersetzt wurde.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Evangelische Kirche Wernigerode: Christusgemeinde erkunden

Das Evangelische Pfarramt Christusgemeinde in Wernigerode ist ein historisch bedeutsames Zeugnis der regionalen Kirchen- und Baugeschichte. Auf dem heutigen Gelände entstand bereits im 18. Jahrhundert die erste Konkordienkirche, benannt nach der 1577 formulierten lutherischen Bekenntnisschrift, die bis heute prägend für die evangelische Tradition ist. Die Kirche markiert den Beginn einer neuen kirchlichen Ära in der Region, nachdem sich Wernigerode im 16. Jahrhundert von der ehemaligen Ortschaft Hasserode gelöst hatte. Die Glocken und Steuereinnahmen der alten Andreas-Kirche – ursprünglich dem Apostel Andreas gewidmet – wurden 1530 hierher verlegt, ein Zeichen der Umstrukturierung der evangelischen Gemeinde.

Das Pfarrhaus selbst ist eng mit der Entwicklung der Christusgemeinde verbunden. Nach der Einweihung der ersten Konkordienkirche 1778 diente es als Zentrum des geistlichen Lebens in Wernigerode. Die Architektur und der Standort spiegeln den Wunsch wider, eine moderne, reformierte Kirche inmitten der aufstrebenden Stadt zu etablieren. Besonders bemerkenswert ist der Spruch über dem Taufbecken der Christuskirche, der aus dem Matthäus-Evangelium (Kapitel 19, Vers 14) stammt: *„Lasset die Kindlein zu mir kommen; hindert sie nicht daran!“* Dieser Text unterstreicht die traditionelle Betonung der christlichen Nächstenliebe und der Offenheit für alle Gläubigen – ein Grundsatz, der bis heute die Arbeit der Gemeinde prägt.

Das Pfarramt ist nicht nur ein Ort der Gottesdienste, sondern auch ein historisches Dokument der regionalen Identität. Die Verbindung zu Hasserode und die spätere Integration in Wernigerode zeigen, wie sich die evangelische Kirche im Harzraum anpasste und weiterentwickelte. Die Konkordienkirche selbst wurde später durch die heutige Christuskirche ersetzt, doch das Pfarrhaus bleibt ein fester Bestandteil der kirchlichen Tradition. Mit einem Google-Rating von 4,8 Sternen aus über 20 Bewertungen gilt es zudem als hoch geschätzt von Besuchern und Gemeindegliedern gleichermaßen.

Für Kulturinteressierte und Geschichtsbegeisterte bietet das Pfarramt Christusgemeinde einen Einblick in die sakrale Architektur und die theologische Geschichte Wernigerodes. Die Nähe zur Christuskirche und die historische Kontinuität machen es zu einem besonderen Ort, der sowohl spirituelle als auch historische Bedeutung trägt. Wer sich für die Entwicklung der evangelischen Kirche im Harzraum begeistert, findet hier wertvolle Spuren vergangener Epochen – eingebettet in die lebendige Gegenwart der Gemeinde.

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