Hochwasserschutzbecken Kalte Bode
Highlights
- Die Mandelholztalsperre dient als Hochwasserschutzbecken für die Kalte Bode im Oberharz.
- Sie wurde von 1952 bis 1957 errichtet und verfügt über einen Erddamm mit Betonkontrollgang.
- Letzte Überflutung erfolgte 1994; historisch existierte dort bereits der Mandelhölzer Teich.
Tipps
- Wanderung um die Talsperre Mandeldolz lohnt sich besonders im Juni wegen der blühenden Wildpflanzen.
- Das Wasser ist sehr klar, sodass sich Tiere wie Rehe, Gänse oder Fischreier gut beobachten lassen.
- Der Erddamm der Talsperre kann bei Hochwasser überlaufen, wie zuletzt 1994 dokumentiert.
Eigenschaften
Über Hochwasserschutzbecken Kalte Bode
Das Hochwasserschutzbecken Kalte Bode liegt im malerischen Oberharz am Brocken, im Landkreis Harz des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Es handelt sich um eine wichtige technische Anlage, die gleichzeitig als natürlicher Rückzugsort für Wildtiere und als Erholungsgebiet für Besucher dient. Ursprünglich als Mandelholztalsperre bekannt, staut das Becken die Gewässer der Kalten Bode und dient seit seiner Fertigstellung als wirksamer Hochwasserschutz für die umliegenden Regionen.
Die Talsperre wurde in den 1950er Jahren errichtet und besteht aus einem Erddamm mit einem integrierten Beton-Kontrollgang. Ein besonderes Bauwerkmerkmal ist der südlich angebrachte Überlauf, der verhindert, dass die Dammkrone bei extremen Hochwassersituationen überschwemmt wird. Ein solcher Fall trat zuletzt Mitte der 1990er Jahre auf. Die Höhe des Damms wird mit rund 26 bis 28 Metern angegeben, je nach Bezugspunkt – entweder über der Talsohle oder der Gründungssohle.
Das Areal um das Stauwerk herum lädt zu ruhigen Spaziergängen und Wanderungen ein. Besucher berichten von einem wunderschönen, natürlichen Ambiente, das besonders bei klarem Wetter beeindruckt. Das Wasser des Beckens ist oftmals glasklar, was gute Beobachtungsmöglichkeiten von Tieren wie Gänsen, Fischreiher oder sogar Rehen ermöglicht. Die friedliche Atmosphäre und die geringe Besucherzahl sorgen für eine besondere Naturerfahrung fernab des Trubels.
Im hinteren Teil des Beckens, nahe Mandelholz an der Wormke, finden sich zudem die Überreste einer älteren Talsperre – des sogenannten Mandelhölzer Teichs. Diese Anlage versorgte ab dem frühen 17. Jahrhundert die Mandelholzer Hütte mit Wasser, wurde jedoch nach einer verheerenden Hochwasserkatastrophe im Jahr 1855 nicht wieder aufgebaut. Heute erinnern nur noch Reste des alten Dammes an diese frühere Nutzung.
Das Hochwasserschutzbecken Kalte Bode ist somit nicht nur ein wichtiger Bestandteil der regionalen Wasserwirtschaft, sondern auch ein lohnendes Ausflugsziel für Naturliebhaber. Ob für eine kurze Wanderung oder einen entspannten Aufenthalt in der Natur – das Gebiet bietet sowohl Erholung als auch Einblicke in die technische und historische Entwicklung des Harzes.