Rohnberg
Highlights
- Rohnberg liegt im Harz und gehört zur Gemeinde Nordharz, nahe der Kleinstadt Ilsenburg.
- Das FFH-Gebiet umfasst rund 451 Hektar Wald und schützenswerte Lebensräume im Nationalpark Harz.
- Hier leben seltene Arten wie die Wildkatze und Pflanzenarten wie der Blattlose Widerbart.
Tipps
- Im südlichen Teil des Gebietes lassen sich seltene Pflanzenarten wie das Weiße Waldvöglein oder der Blattlose Widerbart in ihren natürlichen Lebensräumen beobachten.
Eigenschaften
Über Rohnberg
Der Rohnberg befindet sich in der Kleinstadt Ilsenburg im Landkreis Harz, Sachsen-Anhalt. Er ist Teil eines zusammenhängenden Waldgebietes nordwestlich und südwestlich von Ilsenburg und liegt größtenteils innerhalb des Nationalparks Harz. Das Gelände gehört zum FFH-Gebiet „Rohnberg, Westerberg und Köhlerholz bei Ilsenburg“, das eine Fläche von rund 451 Hektar umfasst. Im Süden grenzt das Gebiet an das Vogelschutzgebiet „Hochharz“ sowie an das FFH-Gebiet „Hochharz“. Im Nordwesten schließen sich die FFH-Gebiete „Ecker- und Okertal“ in Sachsen-Anhalt und „Harly, Ecker und Okertal nördlich Vienenburg“ in Niedersachsen an.
Die Vegetation des Rohnbergs wird überwiegend von Buchenwäldern geprägt, insbesondere vom Waldmeister-Buchenwald. Kennzeichnend sind Baumarten wie Rotbuche, Bergahorn, Spitzahorn, Traubeneiche, Hainbuche, Vogelkirsche und vereinzelt Winterlinde. In der Krautschicht finden sich typische Arten wie Waldmeister, Waldbingelkraut, Einblütiges Perlgras und Waldflattergras. In kleineren Bereichen kommen auch Orchideen-Buchenwälder mit Arten wie Weißem Waldvöglein, Rotem Waldvöglein und verschiedenen Stendelwurz-Arten vor. Auf steileren Hängen mit Klippen und Blockschutthalden wachsen Hainsimsen-Buchenwälder mit charakteristischen Pflanzen wie Wolliges Reitgras, Zweiblättriges Schattenblümchen und Europäischer Siebenstern. In höheren Lagen schließt sich ein Fichten-Buchenwald an. Im benachbarten Köhlerholz bildet sich zudem Eichen-Hainbuchenwald mit typischen Krautschichtpflanzen wie Waldknäuelgras, Nickendes Perlgras und Pfirsichblättrige Glockenblume.
Entlang von Fließgewässern, insbesondere in der Nähe der Ilse, treten kleinflächig Erlen-Eschenwälder auf. Diese sind gekennzeichnet durch Arten wie Riesenschwingel, Großes Hexenkraut, Bitteres Schaumkraut und verschiedene Milzkrautarten. Die Gewässervegetation in der Ilse selbst ist aufgrund des niedrigen pH-Wertes und geringer Nährstoffverfügbarkeit nur schwach ausgeprägt. Dennoch bieten die Gewässer Lebensraum für Fischarten wie Groppe und Bachforelle.
Das FFH-Gebiet beherbergt eine Vielzahl gefährdeter Tierarten. Zu den charakteristischen Bewohnern zählt die Wildkatze, die im Harz einen ihrer wichtigsten Verbreitungsschwerpunkte hat. Auch der Feuersalamander findet hier geeignete Lebensbedingungen. Verschiedene Käferarten wie der Hirschkäfer, der Kopfhornschröter sowie verschiedene Schnell- und Laufkäfer sind im Gebiet nachgewiesen. Das Landschaftsbild wird durch die Nähe zur Ortslage Ilsenburg im Norden und durch die angrenzende Landesstraße 85 geprägt. Im Süden verbindet sich das Gebiet mit dem Landschaftsschutzgebiet „Harz und nördliches Harzvorland“ sowie mit Teilen des EU-Vogelschutzgebietes „Vogelschutzgebiet Hochharz“.