Heimatmuseum Der Stadt Wertingen
Highlights
- Das Heimatmuseum Wertingen zeigt Funde aus der Jungsteinzeit bis zur Gegenwart.
- Beeindruckende Sammlungen zur Stadtgeschichte, Trachten und sakraler Kunst.
- Im renovierten Schloss aus dem 14.–17. Jahrhundert untergebracht.
Tipps
- Das Heimatmuseum in Wertingen ist im Schloss untergebracht und zeigt Funde aus der Jungsteinzeit bis zur Spätantike sowie Objekte zur Stadtgeschichte.
- Interessante Exponate umfassen bäuerliche Geräte, sakrale Kunst und Ausrüstungsgegenstände aus verschiedenen Epochen bis zum 2. Weltkrieg.
- Das Museum ist kostenlos zugänglich und befindet sich in den Räumen des Rathauses, geöffnet zu den regulären Rathauszeiten.
Eigenschaften
Über Heimatmuseum Der Stadt Wertingen
Das Heimatmuseum der Stadt Wertingen präsentiert die Geschichte der Region und ihrer Bewohner von der Urgeschichte bis in die Neuzeit. Es befindet sich in den Räumen des historischen Wertinger Schlosses, das zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert erbaut wurde und einst von den adeligen Geschlechtern der Langenmantel und Pappenheimer bewohnt war. Die Ausstellung erstreckt sich über mehrere Bereiche des Gebäudes, darunter das Kellergeschoss und die Flure des heutigen Rathauses, in dem auch die Verwaltungsgemeinschaft untergebracht ist. Besonders erwähnenswert sind die archäologischen Funde aus verschiedenen Epochen, darunter Stücke aus der Jungsteinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit sowie der Spätantike.
Thematische Schwerpunkte des Museums umfassen unter anderem die Vor- und Frühgeschichte des Wertinger Raums, die Stadtgeschichte mit Exponaten zum Handwerk und den Zünften, landwirtschaftliche Geräte, bäuerliche Wohnkultur sowie sakrale und profane Kunst. Zu den sehenswerten Objekten zählen ein gotisches Holzrelief des Heiligen Veit, ein Webstuhl aus dem 17. Jahrhundert, verschiedene Trachtenstücke und Alltagsgegenstände aus unterschiedlichen Epochen. Im Untergeschoss des Schlosses sind zudem ehemalige Verliese zu sehen, die einen besonderen Einblick in die Vergangenheit der Stadt ermöglichen.
Eine besondere Rolle spielt auch das angegliederte Stadtarchiv in der Schulstraße, das eine umfangreiche Sammlung an Literatur, Urkunden und historischen Dokumenten beherbergt. Diese reichen bis ins Mittelalter zurück und bieten vertiefende Einblicke in die Stadt- und Kirchengeschichte. Im Museum selbst wird außerdem ein Zeitstrahl im Eingangsbereich des Schlosses präsentiert, der mit rund 40 Exponaten die Entwicklung der Region von etwa 15.000 v. Chr. bis heute veranschaulicht. Die Vitrinen sind nach Epochen farblich gekennzeichnet und ergänzen die Darstellung durch eine Audiostation mit Inhalten in schwäbischem Dialekt.
Das Museum wurde erstmals im frühen 20. Jahrhundert durch den Wertinger Lehrer Franz Xaver Burghart initiiert. Nach verschiedenen Zwischenstationen, darunter dem Stadtstadel und der Volksschule, fand die Sammlung 1975 ihren heutigen Sitz im renovierten Schloss. Die Räume des Museums sind kostenfrei zugänglich und werden während der Öffnungszeiten des Rathauses betreut. Die Vielfalt der Dauerausstellung sowie die Verbindung von regionaler Geschichte, Alltagskultur und kunsthistorischem Erbe machen das Heimatmuseum zu einem informativen und ansprechenden kulturellen Angebot in Wertingen.