Gerkerather Wald
Highlights
- Der Gerkerather Wald ist ein 36,8 Hektar großes Naturschutzgebiet im Mönchengladbacher Stadtteil Rheindahlen-Land.
- Das Gebiet umfasst vorwiegend laubwaldgeprägte Flächen mit Buchen, Eichen und Birken sowie Feuchtheidereste und Kleingewässer.
- Schutzziele sind unter anderem die Erhaltung seltener Moor- und Heidetypen sowie der Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten.
Tipps
- Im Gerkerather Wald sind nährstoffarme und feuchte Lebensräume zu finden, darunter seltene Moor- und Heidetypen.
- Das NSG beherbergt verschiedene Biotope wie Pfeifengrasflächen, Birken-Pionierwald und kleine Feuchtwiesen.
- Pflegemaßnahmen fördern naturnahe Waldentwicklung und schützen empfindliche Gebiete vor äußeren Einflüssen.
Eigenschaften
Über Gerkerather Wald
Der Gerkerather Wald ist ein Naturschutzgebiet im nordrhein-westfälischen Mönchengladbach und liegt im Stadtteil Rheindahlen-Land nördlich von Rheindahlen. Das 1990 ausgewiesene Schutzgebiet umfasst eine Fläche von rund 36,8 Hektar, wovon etwa 30 Hektar bewaldet sind. Es zählt zu den Landschaftsschutzgebieten und ist Teil eines zusammenhängenden Biotopverbundes nördlich der Stadt. Das Gelände ist geprägt durch wechselfeuchte und nährstoffarme Böden, die verschiedene, teils seltene Lebensräume beherbergen.
Der Wald besteht überwiegend aus lichtem mittelalten Birken-, Buchen- und Eichenbestand. In Teilen des Gebiets finden sich totholzreiche Pionierwälder sowie Altbäume, die strukturelle Vielfalt bieten. Die Strauchschicht wird unter anderem vom Faulbaum und der Eberesche geprägt, während die Krautschicht zu großen Teilen aus Pfeifengras besteht. Im Südosten des Gebiets liegt ein Feuchtheiderest mit moor- und heidetypischen Pflanzenarten, der durch langjährige Pflegemaßnahmen erhalten wird.
Ein besonderer Schwerpunkt der Naturschutzarbeit ist die Pflege des Waldsaums, bei dem Büsche zurückgeschnitten und hohe Bäume entfernt werden, um dichtere Strukturen zu fördern. Diese Maßnahmen dienen unter anderem dem Schutz vor Einflüssen aus der intensiv genutzten Agrarlandschaft, wie Düngemitteln oder streunenden Hunden. Auch die Kopfweiden im Gebiet werden regelmäßig geschnitten, das Schnittgut dient dem Aufbau von Totholz- und Strauchschnitthaufen. Langfristiges Ziel ist die Wiederherstellung des Niederwaldes, der historisch einen Großteil des Waldes prägte und künftig wieder zur Holzgewinnung genutzt werden soll.
Die Schutzzwecke des Gebiets sind vielfältig: Neben der Entwicklung eines naturnahen Laubwaldbestandes auf bodensauren und staunassen Standorten, zielt der Schutz auf den Erhalt seltener Feuchtheideflächen, Kleingewässer und Feuchtwiesen ab. Auch der Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten sowie die Sicherung der landschaftlichen Eigenart des Gebiets gehören zu den Zielen. In der agrarisch geprägten Umgebung gilt der Gerkerather Wald als wichtiges Refugium mit nährstoffarmen und feuchten Lebensräumen.