Denkmal/Gedenkstätte

Stolperstein für Julius Marx

Klopstockstraße 1, 65187 Wiesbaden

Highlights

  • In Wiesbaden erinnert ein Stolperstein an Julius Marx, ein Opfer des Nationalsozialismus.
  • Der KunstDenkmal-Gründer Gunter Demnig verlegt seit 2010 Stolpersteine für Verfolgte wie Marx.

Tipps

  • Die Stolpersteine in Wiesbaden erinnern an das Schicksal von Julius Marx als Teil des bundesweiten Projekts von Gunter Demnig zur Aufarbeitung nationalsozialistischer Verfolgung.
  • Ein Besuch ermöglicht die Auseinandersetzung mit der lokalen Geschichte der Vertreibung und Verfolgung während der NS-Zeit durch die Verlegung individueller Gedenksteine.
  • Die Initiative dokumentiert die Schicksale der Betroffenen in einer Datenbank, die seit 2021 systematisch erweitert wird und Zugang zu biographischen Informationen bietet.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Stolperstein Julius Marx Wiesbaden Kulturdenkmal

Der Stolperstein für Julius Marx in Wiesbaden ist Teil des weltweiten Projekts „Stolpersteine“, das vom Künstler Gunter Demnig initiiert wurde. Diese kleinen, in den Bürgersteig eingelassen Gedenktafeln erinnern an Menschen, die während der nationalsozialistischen Diktatur verfolgt, deportiert oder ermordet wurden.

Julius Marx war eine der vielen Personen, deren Schicksal durch die NS-Verfolgung überschattet wurde. Die Stolpersteine dienen als Mahnmal und regen dazu an, sich mit den Biografien der Verfolgten auseinanderzusetzen. In Wiesbaden, einer Stadt mit einer reichen Geschichte, die eng mit dem Kaiserhaus und dem Kurwesen verbunden ist, verweisen die Steine auch auf die lokalen Spuren des Nationalsozialismus. Die Initiative „Stolpersteine gegen das Vergessen“ in Bamberg, die eng mit dem Projekt verbunden ist, zeigt, wie wichtig es ist, das kollektive Gedächtnis zu bewahren und die Opfer nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Die Stolpersteine sind nicht nur historische Denkmäler, sondern auch ein künstlerisches Statement. Jeder Stein trägt den Namen, das Geburtsdatum und das Schicksal des Betroffenen – im Fall von Julius Marx eine Erinnerung an eine individuelle Existenz, die durch die Verbrechen des Regimes zerstört wurde. Das Projekt wird von lokalen Initiativen unterstützt, die sich der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit verschrieben haben. In Wiesbaden wird so ein Ort geschaffen, an dem Passanten innehalten und sich mit der Geschichte ihres Stadtteils auseinandersetzen können.

Wer sich für die Biografie von Julius Marx interessiert, findet in den Datenbanken der Stolperstein-Initiativen detaillierte Informationen zu seinem Schicksal. Diese Plattformen dokumentieren nicht nur die Verlegung der Steine, sondern auch die Recherchearbeit, die hinter ihnen steht. Die Initiative in Frankfurt am Main, die eng mit dem Projekt verbunden ist, zeigt, wie wichtig es ist, die Erinnerung an die Verfolgten lebendig zu halten – nicht nur in Wiesbaden, sondern in ganz Deutschland. Der Stolperstein für Julius Marx ist damit ein Symbol für die Notwendigkeit, Geschichte aktiv zu bewahren.

Die Verlegung der Stolpersteine in Wiesbaden ist ein Akt der Zivilgesellschaft, der die Verantwortung für die Aufarbeitung der NS-Zeit betont. Durch das Projekt wird die Erinnerung an Julius Marx und andere Verfolgte direkt in den öffentlichen Raum getragen. Dies erinnert daran, dass Geschichte nicht nur in Museen oder Archiven, sondern auch im Alltag präsent sein sollte. Wer an diesem Ort vorbeigeht, wird aufgefordert, innezuhalten und sich zu fragen: Was können wir aus diesen Schicksalen lernen?

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…