Stahlplastik "Hafen 77" von Felix Fehlmann
Highlights
- 1977 schuf Felix Fehlmann das Stahlplastik ‚Hafen 77‘ als geschenktes Denkmal für Kiel, zusammengeschweißt aus Teilen eines ‚Highlandsteamers‘ der 1930er.
- Das Werk verbindet maritime Bezüge mit dynamischen Flächen und Schatten, die an Wellen erinnern – seit 2011 abends beleuchtet.
- Aufgestellt auf einer Grünfläche am Tirpitzhafen, entstand die Skulptur als Stifung des schwedischen Reeders Sten Allan Olsson für die Stena Line.
Tipps
- Die Skulptur zeigt ein komplexes Geflecht aus geschweißten Stahlteilen, das an die Dynamik von Schiffen und Wellen erinnert und so maritime Motive plastisch interpretiert.
- Der Standort am Tirpitzhafen ermöglicht eine Betrachtung des Werks in direkter Beziehung zur Hafenarchitektur und dem umliegenden Wasser.
- Abends wird das Kunstwerk durch gezielte Beleuchtung hervorgehoben, was die räumliche Wirkung und die Materialität des Stahls besonders betont.
Eigenschaften
Stahlplastik Hafen 77 – Felix Fehlmann in Wik
Das Stahlplastik *„Hafen 77“* von Felix Fehlmann zählt zu den markanten Kunstwerken der schleswig-holsteinischen Hafenstadt Wik und vereint maritime Tradition mit moderner Skulptur. Entstanden im Jahr 1977 als Geschenk des schwedischen Reeders Sten Allan Olsson, dem Direktor der Stena Line, symbolisiert das Werk die Verbindung von Industrie und Kultur am Tirpitzhafen. Fehlmann, seit den 1960er-Jahren als Eisenplastiker tätig, schuf hier eine dynamische Komposition aus verschweißten Stahlteilen ehemaliger „Highlandsteamer“ der 1930er-Jahre. Die verwinkelte Anordnung der Elemente erzeugt ein spielerisches Wechselspiel von Flächen, Schatten und Linien, das an bewegte Wasseroberflächen erinnert.
Auf einer Grünfläche nahe dem Hafen aufgestellt, wirkt das Kunstwerk als stummer Zeuge der maritimen Geschichte und gleichzeitig als zeitgenössische Skulptur. Die organisch anmutende Formgebung entstand teils geplant, teils zufällig – ein Charakteristikum, das Fehlmanns Werk auszeichnet. Seit 2011 wird *„Hafen 77“* abends beleuchtet, wodurch sich die räumliche Wirkung des Stahlplastiks noch verstärkt und es zu einem besonderen Anziehungspunkt für Besucher wird. Die Lichtinszenierung hebt die plastische Tiefe der Schweißnähte und die rhythmischen Strukturen hervor, die an die Kraft und Bewegung des Meeres anknüpfen.
Als Teil des kulturellen Erbes Wiks verbindet das Denkmal maritime Bezüge mit künstlerischer Innovation. Fehlmanns Einsatz von Industrieabfällen als Rohmaterial unterstreicht zudem die Nachhaltigkeit des Werks. Während andere schleswig-holsteinische Kunstpfade wie der Skulpturenpark Schloss Gottorf oder der Kunst:raum Sylt-quelle ähnliche Großplastiken präsentieren, hebt sich *„Hafen 77“* durch seinen direkten Bezug zur lokalen Hafenlandschaft ab. Es lädt Besucher ein, die Spannung zwischen historischer Schiffbaukultur und moderner Kunst zu erleben – ein einzigartiges Stück lebendiger Geschichte mitten im Tirpitzhafen.