Denkmal/Gedenkstätte

Menno-Kate – Menno-Simons-Gedächtnisstätte

Altfresenburg 1, 23843 Bad Oldesloe

Highlights

  • Die Menno-Kate in Bad Oldesloe erinnert an den täuferischen Reformator Menno Simons, der hier seine letzten Lebensjahre verbrachte.
  • Das ehemalige Reetdachhaus beherbergte eine Druckerei, in der unter anderem Simons’ Schriften gedruckt wurden.
  • Heute ist in der Kate ein Museum eingerichtet, das Leben und Werk von Menno Simons und die Geschichte der Mennoniten zeigt.

Tipps

  • Besuch der Menno-Kate nach vorheriger Terminvereinbarung für die Museumsräume empfohlen.
  • Außenbereich und Gedenkstein sind jederzeit zugänglich, Einhaltung der Abstandsregeln erforderlich.
  • Museumsausstellung umfasst historische Schriften, Karten und Dokumente zur Mennoniten-Geschichte.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Menno-Kate – Menno-Simons-Gedächtnisstätte

Die Menno-Kate in Bad Oldesloe im norddeutschen Bundesland Schleswig-Holstein ist eine historische Gedenkstätte, die an den reformatorischen Täufer Menno Simons erinnert. Das schlichte, weiß verputzte Gebäude aus Feld- und Ziegelsteinen mit Reetdach steht am Ortsausgang der Stadt und beherbergte einst eine Druckerei, in der Schriften von Menno Simons vervielfältigt wurden. Die Kate gilt als Ort, an dem der täuferische Geist des 16. Jahrhunderts spürbar wird, und sie bildet einen engen Bezug zu Simons’ letzten Lebensjahren, die er im nahegelegenen Dorf Wüstenfelde verbrachte.

Das Gelände der Menno-Kate, einschließlich des Gebäudes und der vor dem Haus stehenden Linde, ist unter Denkmalschutz gestellt. Die Linde soll möglicherweise von Menno Simons selbst gepflanzt worden sein. Vor dem Haus befindet sich seit 1957 ein Gedenkstein mit einem Bildnis des Reformators, umgeben von Gedenkplatten verschiedener mennonitischer Gemeinden. Die Stätte ist heute Sitz eines kleinen Museums, das Auskunft über das Leben und Wirken Menno Simons sowie die Geschichte und Verbreitung der Mennoniten gibt. Zu den Exponaten zählen historische Dokumente, Karten, Bilder und eine alte Bibel.

Die Menno-Kate wird von ehrenamtlichen Kräften des Mennonitischen Geschichtsvereins betreut, die sich aus Mitgliedern der mennonitischen Gemeinden Hamburg-Altona und Lübeck zusammensetzen. Das Gebäude gehört dem Freiherrn von Jenisch und wird von der Vereinigung der Deutschen Mennonitengemeinden gepachtet. Seit den 1960er Jahren wird die Kate als Gedenkstätte gepflegt und weiterentwickelt. Neben dem Museum dient der Außenbereich als Ort der Ruhe und Besinnung. Der Besuch der äußeren Anlagen ist jederzeit möglich, während die Museumsräume nach vorheriger telefonischer Absprache besichtigt werden können. Der Eintritt ist frei, Spenden zur Erhaltung des Gebäudes werden gerne entgegengenommen.

Die Stätte hat sich im Laufe der Jahre auch zu einem Symbol der Versöhnung entwickelt. Eine 2012 gepflanzte Rotbuche neben der Kate steht exemplarisch für die Aussöhnung mit den Lutheranern nach den Verfolgungen der Reformationszeit. Die Menno-Kate zieht Besucher aus aller Welt an, die sich mit der Geschichte der Täuferbewegung und dem Erbe Menno Simons auseinandersetzen möchten. Sie verkörpert damit nicht nur eine religiöse und kulturelle Erinnerungsstätte, sondern auch einen Ort des Dialogs und der geschichtlichen Aufarbeitung.

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