Denkmal/Gedenkstätte

Gefallenendenkmal Hollwege

26653 Stadt Westerstede

Tipps

  • Das Denkmal in Hollwege informiert über die Schlacht von 1457 zwischen Ostfriesen und Ammerländern – eine lohnenswerte historische Station.
  • In der Nähe des Denkmals kann man die ruhige Waldumgebung nutzen, um sich mit der regionalen Geschichte auseinanderzusetzen.
  • Interessierte sollten sich die Inschrift und die Umgebung genauer anschauen, um den historischen Kontext besser zu verstehen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Denkmal Gefallenendenkmal Hollwege Stadt Westerstede

Das Gefallenendenkmal Hollwege in der Stadt Westerstede ist ein bedeutendes Kulturdenkmal und erinnert eindrucksvoll an die Geschichte der Region. Errichtet im Jahr 1912 aus Klinkern und Findlingen, steht das Denkmal mitten in einem Waldstück bei Fikensolt, südlich der ammerländischen Kreisstadt Westerstede. Es erinnert an eine Schlacht, die im Jahr 1457 zwischen Ostfriesen und Ammerländern stattgefunden hat. Die Inschrift auf dem Denkmal würdigt die oldenburgischen Grafen sowie die ostfriesischen Häuptlinge und gedenkt der im Kampf gefallenen Ammerländer und Ostfriesen.

Die historischen Hintergründe des Denkmals sind eng mit der sogenannten Schlacht bei Fikensolt verknüpft. Damals hatte der ostfriesische Häuptling Ulrich Cirksena das benachbarte Ammerland überfallen und die Stadt Apen gebrandschatzt. Graf Gerd von Oldenburg rächte diesen Überfall, indem er ostfriesische Dörfer zerstörte. Als sich die Gelegenheit bot, zogen die Ostfriesen erneut ins Ammerland ein, plünderten und brandschatzten mehrere Dörfer. Auf ihrem Rückweg jedoch gerieten sie in einen Hinterhalt der ammerländischen Bauern, die den Weg durch gefällte Bäume blockiert hatten. In einem heftigen Kampf konnten die Ammerländer die Ostfriesen besiegen und ihnen die Beute abnehmen. Viele der gefallenen Kämpfer fanden ihr Grab auf einem nahegelegenen Acker, der später im Volksmund als Freesenkarkhoff bekannt wurde.

Das Denkmal selbst mag zwar unauffällig wirken, doch es birgt eine große historische Aussagekraft. Es ist ein stilles Zeugnis eines Ereignisses, das die Region nachhaltig prägte. Besucher berichten, dass der Ort eine besondere Atmosphäre ausstrahlt – geprägt von Ruhe und einer fast meditativen Stille, die zum Verweilen und Nachdenken einlädt. Die unmittelbare Umgebung lädt dazu ein, sich mit der regionalen Geschichte auseinanderzusetzen und die Ereignisse des Mittelalters lebendig werden zu lassen.

Interessierte erhalten vor Ort weitere Informationen durch eine Beschreibungstafel, die Einblicke in die damaligen Geschehnisse gibt. Diese Tafel erläutert nicht nur die Schlacht selbst, sondern auch die politischen und sozialen Hintergründe, die zu diesem bewaffneten Konflikt führten. Somit wird das Denkmal zu einem Ort des Lernens und der kulturellen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Die wenigen, aber umso wertvolleren Informationen machen den Besuch besonders lohnenswert für Geschichtsinteressierte.

Das Gefallenendenkmal Hollwege ist weit mehr als nur ein Stein im Wald. Es ist ein kulturelles Erbe, das die Erinnerung an mutige Männer wachhält, die vor über fünfhundert Jahren um ihre Heimat kämpften. Der Ort lädt dazu ein, innezuhalten, die Natur wahrzunehmen und sich mit der bewegten Geschichte des Ammerlands auseinanderzusetzen. Wer sich für mittelalterliche Geschichte, lokale Traditionen oder einfach nur eine ruhige Auszeit interessiert, wird hier fündig.

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Häufige Fragen zu Gefallenendenkmal Hollwege

Wo befindet sich das Gefallenendenkmal Hollwege?
Das Gefallenendenkmal Hollwege steht in einem Waldstück bei Fikensolt südlich von Westerstede im Ammerland. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Woran erinnert das Denkmal in Hollwege?
Das Denkmal erinnert an die Schlacht von 1457 zwischen Ostfriesen und Ammerländern sowie an die gefallenen Kämpfer beider Seiten. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Wann wurde das Denkmal errichtet?
Das Denkmal wurde 1912 aus Klinkern und Findlingen erbaut. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Welche Inschrift trägt das Denkmal?
Die Inschrift lautet: »Zur Erinnerung an den Kampf der oldenburgischen Grafen mit den ostfriesischen Häuptlingen um die Vorherrschaft in Nordoldenburg und an die im Jahre 1457 in der Schlacht bei Fikensolt und Mansingen gefallenen Ammerländer und Ostfriesen.« Stand Juni 2026.

Quelle: website