Sammlung von Lemmers-Danforth im Palais Papius
Highlights
- Die Sammlung im Palais Papius zeigt europäische Wohnkultur der Renaissance und Barockzeit.
- Irmgard Freiin von Lemmers-Danforth sammelte über Jahrzehnte historische Möbel und Einrichtungsgegenstände.
- Seit 1967 ist die private Sammlung dauerhaft im Wetzlarer Palais Papius ausgestellt.
Tipps
- Das Museum ist kostenlos zugänglich und bietet eine umfangreiche Sammlung historischer Holzmöbel und Raritäten.
- Eine informative Einführung bietet der kurzweilige Film über das Leben der Sammlerin Irmgard von Lemmers-Danforth.
- Geführte Touren ermöglichen detaillierte Einblicke in die Exponate mit anschaulichen Erläuterungen zu jedem Stück.
Eigenschaften
Über Sammlung von Lemmers-Danforth im Palais Papius
Die Sammlung von Lemmers-Danforth im Palais Papius in Wetzlar beherbergt eine außergewöhnliche Ansammlung historischer Möbel und Wohnkulturexponate aus der Renaissance- und Barockzeit. Die Sammlung wurde von Irmgard Freiin von Lemmers-Danforth aufgebaut, einer in Wetzlar praktizierenden Kinderärztin mit Leidenschaft für europäische Wohnkultur. Seit den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts sammelte sie Möbel und Einrichtungsgegenstände, die stilistisch und handwerklich bemerkenswert sind. Heute umfasst die Sammlung fast 500 Exponate und zählt zu den bedeutenden privaten Sammlungen historischer Möbel in Deutschland.
Das Museum befindet sich im historischen Palais Papius, einem Gebäude im Zentrum von Wetzlar. Seit 1963 gehört die Sammlung der Stadt Wetzlar, die sie öffentlich zugänglich macht. Die Dauerausstellung trägt den Titel „Europäische Wohnkultur aus Renaissance und Barock“ und zeigt Möbel, Wandteppiche, Keramiken und andere Objekte, die den Lebensstil und die ästhetischen Vorlieben vergangener Epochen widerspiegeln. Die Präsentation erfolgt in repräsentativen Räumen, die den ursprünglichen Gebrauch der Möbelstücke verdeutlichen.
Besucher berichten von informativen und ansprechend gestalteten Führungen, bei denen nicht nur die Exponate im Fokus stehen, sondern auch deren historischer und kultureller Kontext vermittelt wird. Ein einleitender Kurzfilm bietet einen Einblick in das Leben und Schaffen von Irmgard von Lemmers-Danforth und unterstreicht die Bedeutung ihrer Sammlung. Die persönliche Note, die von der Lebensgefährtin Hildegard Pletsch und später von engagierten Guides eingebracht wird, trägt zur Atmosphäre des Hauses bei.
Die Sammlung genießt auch überregionale Anerkennung. So wurde sie 1998 von internationalen Experten der Furniture History Society begutachtet, darunter der Kurator des Metropolitan Museum of Art in New York. Ihre wissenschaftliche Relevanz wird durch Publikationen unterstrichen, darunter Werke von Wolfram Koeppe. Die Auszeichnungen, die Irmgard von Lemmers-Danforth zu Lebzeiten erhielt – darunter das Bundesverdienstkreuz am Bande und die Ehrenbürgerschaft von Wetzlar – verdeutlichen ihren kulturellen Beitrag.
Das Museum ist an mehreren Tagen in der Woche geöffnet, wobei die Öffnungszeiten je nach Jahreszeit variieren. Der Eintritt ist frei, was den Zugang zu dieser kulturhistorischen Ressource erleichtert. Die Sammlung im Palais Papius ist damit ein lohnendes Ziel für Interessierte an Kunst, Geschichte und Handwerk – insbesondere für solche, die sich für die Entwicklung des europäischen Wohnstils und die Qualität historischer Möbel begeistern.