Denkmal/Gedenkstätte

Alter Förderturm Bergwerk Hausham

Industriestraße 10, 83734 Hausham

Highlights

  • Das Bergwerk Hausham wurde 1860 gegründet und 1966 geschlossen.
  • Das Fördergerüst des Klenze-Schachts ist noch als Denkmal erhalten.
  • Im Bergwerk kamen 1921 bei einem Grubenunglück sieben Bergleute ums Leben.

Tipps

  • Direkt an der B307 gelegen, ist der Förderturm vom Bergwerk Hausham gut zu sehen – ideal für einen kurzen Zwischenstopp bei einer Fahrt durch die Region.
  • Geschichtsinteressierte können die Denkmale des ehemaligen Bergwerks, wie das Fördergerüst und die alte Bergehalde, direkt vor Ort besichtigen.
  • In unmittelbarer Nähe befindet sich der Schliersee, was sich für eine anschließende Erkundung der Umgebung anbietet.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Alter Förderturm Bergwerk Hausham

Der Alter Förderturm des Bergwerks Hausham ist ein bedeutendes Industriedenkmal im oberbayerischen Landkreis Miesbach. Errichtet in den 1930er Jahren, zählt er heute zu den letzten erhaltenen Zeugnissen des Bergbaus in der Region. Der Turm stammt aus dem sogenannten Klenzeschacht, benannt nach dem Baumeister Max von Klenze, und ragt noch heute markant über das Ortsbild von Hausham hinaus. Als Teil der Oberbayerischen Aktiengesellschaft für Kohlenbergbau war das Bergwerk über mehr als ein Jahrhundert aktiv und prägte maßgeblich die Entwicklung der Gemeinde.

Die Geschichte des Bergwerks begann Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Entdeckung von Pechkohlevorkommen in der Gegend. Infolgedessen wurde der Betrieb ausgebaut, und es entstand eine eigene Infrastruktur, darunter auch eine Bahnstrecke, die den Transport der Kohle effizient machte. Bis zur Schließung im 20. Jahrhundert wurden hier insgesamt rund 25 Millionen Tonnen Kohle abgebaut. Der Bergbau hatte nicht nur wirtschaftliche, sondern auch soziale Auswirkungen auf die Region und bot zeitweise Hunderten von Menschen Arbeit. Auch heute noch erinnern Gebäude und Gelände an diese industrielle Vergangenheit – darunter der markante Förderturm, der als Denkmal erhalten wurde.

Einige historische Ereignisse prägten die Zeit des Bergwerks nachhaltig. So ereignete sich 1921 ein schweres Grubenunglück, bei dem mehrere Bergleute ihr Leben verloren. Die Erinnerung daran ist bis heute im kollektiven Gedächtnis der Region verankert. Nach der Stilllegung wurde über mögliche Nachnutzungen des Geländes diskutiert, unter anderem im Bereich der Geothermie. Der Förderturm selbst steht unter Denkmalschutz und gilt als letztes erhaltenes Bauwerk des ehemaligen Bergwerks. Aufgrund seiner historischen Bedeutung zieht er gelegentlich Besucher an, die sich für die Bergbaukultur interessieren.

Hausham liegt landschaftlich reizvoll am Fuße des Alpenvorlands, in unmittelbarer Nähe zum Schliersee. Die Gemeinde verfügt über eine verkehrsgünstige Lage an der B307 und ist sowohl mit der Bahn als auch über nahegelegene Autobahnanschlüsse gut erreichbar. Der ehemalige Bergwerksstandort befindet sich direkt am Ortsrand und ist von verschiedenen Gewerbebetrieben umgeben. Während einige Besucher den Turm nur flüchtig vom Straßenrand aus wahrnehmen, schätzen andere die historische Authentizität des Denkmals. Der Förderturm ist heute ein stiller Zeuge einer industriellen Ära, die die Region entscheidend geprägt hat.

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