Denkmal/Gedenkstätte

Dörnle

Burggasse 14, 74259 Widdern

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Dörnle in Widdern entdecken

Das Dörnle in Widdern ist ein im Jahr 1833 errichtetes Turmwächterhaus und zählt heute zu den geschützten Kulturdenkmälern des Landkreises Heilbronn in Baden-Württemberg. Es thront erhaben auf einem Hang oberhalb der Ortschaft und bietet nicht nur ein markantes architektonisches Zeugnis vergangener Zeiten, sondern auch einen schönen Aussichtspunkt über die Region. Das Gebäude wurde errichtet, nachdem der alte Wachtturm, ein Überrest der einstigen Burg Widdern, baufällig geworden war und nicht länger als Wohnsitz des Feuerwächters genutzt werden konnte.

Der würfelförmige Steinbau mit Satteldach und Dachreiter beherbergt unter anderem eine historische Uhr sowie eine Glocke, die noch bis ins späte 20. Jahrhundert händisch betätigt wurde. Die Glocke im Dachreiter stammt aus dem Jahr 1951 und wurde bei der Glockengießerei Bachert in Bad Friedrichshall-Kochendorf gegossen. Sie trägt eine besondere Inschrift, die Frieden, Eintracht und Wohlergehen über der Stadt verheißt. Ein weiterer Inschriftenstein am Gebäude erinnert daran, dass das Dörnle ursprünglich als Wacht- und Turmhaus am ehemaligen oberen Tor erbaut wurde.

Jahrzehntelang bewohnten Wächterfamilien das Dörnle und übernahmen wichtige Aufgaben wie das Läuten der Glocke zu festgelegten Zeiten, das Warten der Uhr sowie das Warnen der Bevölkerung bei Bränden. Erst mit dem technischen Fortschritt, etwa durch den Einbau elektrischer Sirenen und funkgesteuerter Uhren, verlor das Gebäude seine ursprüngliche Funktion. Die letzte Türmerin, Lina Graf, leitete das Läuten noch bis 1998, ehe das Läutwerk ebenfalls elektrifiziert wurde. Das Dörnle steht somit für die Verbindung von Alltagstradition und historischem Erbe einer kleinen Stadt im Landkreis Heilbronn.

Das Dörnle ist nicht nur ein architektonisch interessantes Bauwerk, sondern auch in die regionale Kultur und Volksüberlieferung eingebunden. Der Heimatdichter Ludwig Jehle verarbeitete in seinem Gedicht „Das Glöcklein vom Dörnle“ eine Sage, in der das Glockengeläut des Hauses ein adeliges Fräulein im nahegelegenen Harthäuser Wald vor dem Tod durch Kälte bewahrt haben soll. Diese Verknüpfung von Geschichte, Sage und städtebaulicher Entwicklung macht das Dörnle zu einem lohnenswerten Ausflugsziel für Kultur- und Geschichteinteressierte.

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Häufige Fragen zu Dörnle

Was ist das Dörnle in Widdern?
Das Dörnle ist ein 1833 erbautes Turmwächterhaus in Widdern und gilt als geschütztes Kulturdenkmal. Es diente früher als Wohnung für den städtischen Feuer- und Turmwächter. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Warum wurde das Dörnle gebaut?
Das Dörnle wurde gebaut, weil der alte Wachturm baufällig war. Der Stadtrat beschloss 1833 den Neubau einer Wächterwohnung mit Uhr und Glocke. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wer war der erste Bewohner des Dörnle?
Der erste Bewohner war Heinrich Heckmann, ein Schneider, der auch die Glocke läutete und die Uhr pflegte. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wann wurde die Glocke des Dörnle zuletzt von Hand geläutet?
Die Glocke wurde zuletzt von Hand durch Lina Graf bis 1998 geläutet, bevor das Läutwerk elektrifiziert wurde. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia