Denkmal/Gedenkstätte

Bäckerbrunnen

Grabenstraße 30, 55252 Wiesbaden

Highlights

  • Der Bäckerbrunnen in Wiesbaden speist sich seit dem 18. Jh. aus vier historischen Quellen, darunter die Drei-Lilien-Quelle.
  • Mit nur 18–20 °C ist er die kälteste Thermalquelle der Stadt und liegt hinter dem Hotel Schwarzer Bock.
  • Ursprünglich als Römertherme genutzt, wurde der Ort später als Sirona-Heiligtum und mittelalterliches Badhaus genutzt.

Tipps

  • Der Bäckerbrunnen wird von einer historischen Thermalquelle gespeist, die seit dem 18. Jahrhundert genutzt wird und heute noch mit Temperaturen zwischen 18°C und 20°C austritt.
  • Die Drei-Lilien-Quelle als Wahrzeichen befindet sich hinter dem Hotel ‚Schwarzer Bock‘ und ist über den rückwärtigen Bereich zugänglich.
  • Der Ort verbindet archäologische Spuren römischer Thermen mit mittelalterlichen Bädertraditionen und bietet Einblicke in die jahrhundertelange Nutzung der Thermalquellen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Bäckerbrunnen Wiesbaden: Kulturdenkmal erkunden

Der Bäckerbrunnen in Wiesbaden zählt zu den historischen Wahrzeichen der Stadt und verbindet seit dem 18. Jahrhundert Thermalwasser mit einer reichen Handwerkstradition. Die Quelle, auch als „Drei-Lilien-Quelle“ bekannt, speist sich aus den Thermalwässern der Goldenen Kette, der Weißen Lilien sowie der Vier Jahreszeiten – ergänzt durch einen städtischen Brühbrunnen aus der „kleinen Webergasse“. Heute befindet sich der Brunnen auf der Rückseite des Hotels Schwarzer Bock und ist mit nur 18 bis 20 Grad Celsius die kälteste Thermalquelle der Region.

Der Bäckerbrunnen ist nicht nur ein architektonisches Juwel, sondern auch ein Ort mit tiefen historischen Wurzeln. Schon die Römer nutzten die heißen Quellen für eine erste Thermenanlage, die ursprünglich den Soldaten ihres Lagers diente. Später entstand an gleicher Stelle ein kleines Sirona-Heiligtum für Kurgäste aus dem linksrheinischen Gallien – ein Zeugnis der frühen Heilbadkultur am Rhein. Der heutige Name leitet sich vom mittelalterlichen Besitzer des Badhauses, Freiherr Gottfried Schütz von Holzhausen, ab, der die Anlage prägte.

Als Teil des Kochbrunnens am Kranzplatz – einem weiteren bekannten Thermalbad Wiesbadens – zieht der Bäckerbrunnen bis heute Gesundheitsbewusste und Kulturinteressierte an. Die Quelle war einst ein zentraler Ort der Badhäuser Goldene Kette, die sich entlang der historischen Heilquellen erstreckte. Ihr kühleres Thermalwasser machte sie besonders für Bäcker und Handwerker attraktiv, die die mineralischen Eigenschaften für ihre Arbeit nutzten. Noch heute symbolisiert der Brunnen die Verbindung von Naturheilkunde und handwerklichem Erbe in der Wiesbadener Kulturlandschaft.

Der Bäckerbrunnen ist mehr als eine Quelle: Er verkörpert die jahrhundertelange Faszination Wiesbadens für Thermalwasser und seine heilende Wirkung. Ob als historisches Denkmal, als Teil der römischen Badetradition oder als Ort der modernen Wellnesskultur – die „Drei-Lilien-Quelle“ bleibt ein faszinierender Ausschnitt aus der Stadtgeschichte. Ihr kühles, klares Wasser und die umgebende Architektur machen ihn zu einem besonderen Ausflugsziel für alle, die Wiesbadens kulturelles Erbe erleben möchten.

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