Feldartilleriedenkmal
Highlights
- Das Feldartilleriedenkmal in Wiesbaden zeigt einen germanischen Krieger mit Flügelhelm auf einem Pferd.
- Es wurde 1909 zur Erinnerung an gefallene Soldaten der Nassau-Infanterieregimenter errichtet.
- Das Denkmal entstand nach einem Architekturwettbewerb und löste durch seine Nacktheit Diskussionen aus.
Tipps
- Das Denkmal zeigt einen unbekleideten Germanen mit Flügelhelm auf einem Pferd, symbolisiert Stärke und Würde.
- Es wurde 1909 eingeweiht und löste damals heftige Diskussionen aus.
- Befindet sich am Beginn der Nero-Tal-Anlage in Wiesbaden, gut zu Fuß erreichbar.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Denkmal Wiesbaden Feldartilleriedenkmal
Das Feldartilleriedenkmal in Wiesbaden ist ein bedeutendes Kulturdenkmal und erinnert an die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges. Es steht am Anfang des Nerothals und zählt zu den markanten kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten der hessischen Landeshauptstadt. Die monumentale Gestaltung hebt sich eindrucksvoll vor dem städtischen Hintergrund ab und lädt Besucher dazu ein, sich mit der Geschichte und Erinnerungskultur auseinanderzusetzen.
Das Denkmal selbst ist ein zehn Meter hohes Reitermonument aus Granit und Muschelkalk. Dargestellt wird ein germanischer Krieger mit gehörntem Helm, der unbekleidet und mit Keule bewaffnet auf einem ungesattelten Pferd thront. Diese archaische Darstellung sollte Würde und Stärke symbolisieren und unterschied sich deutlich von den üblichen Kriegsdenkmälern jener Zeit, die meist Soldaten, Kanonen und den preußischen Adler zeigten. Die monumentale Figur ehrt diejenigen Soldaten und Offiziere der beiden nassauischen Infanterieregimenter 87 und 88, die im Krieg von 1870/71 ihr Leben ließen.
Die Entstehung des Denkmals war von kontroversen Diskussionen begleitet. Bereits zuvor hatte an derselben Stelle ein Germania-Monument des Wiesbadener Bildhauers Hermann Schies gestanden, das aufgrund von baulichem Verfall abgerissen werden musste. Als dann 1907 ein Wettbewerb für ein neues Denkmal ausgeschrieben wurde, reichten über 235 Entwürfe ein. Die Entscheidung fiel auf das Konzept des Berliner Architekten Carl Krause und des Bildhauers Franz Prietel. Die Wahl ihres Entwurfs sorgte erneut für öffentliche Empörung, da die Darstellung des nackten Kriegers als unangemessen empfunden wurde. Hinzu kam, dass die Statue während des Transports beschädigt wurde, woraufhin der Künstler sie sogar neu anfertigen musste. Dennoch wurde das Werk schließlich feierlich enthüllt und hat sich seitdem als fester Bestandteil des städtischen Kulturgedächtnisses etabliert.
Heute genießt das Feldartilleriedenkmal breite gesellschaftliche Anerkennung und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Interessierte der Militärgeschichte sowie der bildenden Kunst. Mit einer Bewertung von 4,6 von 5 Sternen bei über 600 Bewertungen wird es regelmäßig positiv wahrgenommen. Die ruhige Lage im Nerothal bietet zudem einen angenehmen Rahmen für einen kulturellen Spaziergang inmitten der Stadt.
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Häufige Fragen zu Feldartilleriedenkmal
Was stellt das Feldartilleriedenkmal in Wiesbaden dar?
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Wo befindet sich das Feldartilleriedenkmal in Wiesbaden?
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Wann wurde das Feldartilleriedenkmal eingeweiht?
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Wer waren die Künstler des Feldartilleriedenkmals?
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Warum gab es Kontroversen um das Denkmal?
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