Stolpersteine für Martha und Albert Kleeberg
Highlights
- In Wiesbaden erinnern Stolpersteine an Martha und Albert Kleeberg, Opfer des Nationalsozialismus.
- Gunter Demnig verlegte die Gedenksteine als Teil seines Projekts ‚Stolpersteine‘ für Verfolgte.
Tipps
- Die Stolpersteine markieren den letzten frei gewählten Wohnort der Verfolgten und erinnern an deren Schicksal während der NS-Zeit.
- Ein Besuch der Verlegeorte ermöglicht einen Einblick in die lokale Geschichte und die individuellen Schicksale der Betroffenen.
- Die Initiative dokumentiert die Schicksale der Ehrenden in einer öffentlichen Datenbank für Nachforschungen und Gedenken.
Eigenschaften
Kultur-Denkmal Wiesbaden: Stolpersteine Kleeberg
Die Stolpersteine für Martha und Albert Kleeberg in Wiesbaden sind Teil des weltweiten Projekts des Künstlers Gunter Demnig, das an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Die kleinen Messingplatten, die vor den letzten bekannten Wohnorten der Verfolgten im Boden verlegt werden, tragen die Namen und Lebensdaten der Betroffenen – hier specifically Albert und Martha Kleeberg. Das Projekt dient als Mahnmal und mahnt zur Erinnerung an die systematische Entrechtung, Verfolgung und Ermordung von Juden, Sinti und Roma, politischen Gegnern, Homosexuellen, Zeugen Jehovas sowie den Opfern der „Euthanasie“-Morde während der NS-Zeit.
Albert und Martha Kleeberg gehörten zu den vielen jüdischen Familien, die in Wiesbaden lebten und durch die nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen ihr Leben verloren. Die Stolpersteine markieren ihren letzten bekannten Wohnort und erinnern an ihr Schicksal. Das Projekt wird durch lokale Initiativen wie die Stolpersteininitiative Frankfurt am Main unterstützt, die sich seit Jahren für die Verlegung und Dokumentation der Steine einsetzt. Durch studentische Hilfskräfte und historische Recherchen werden die Schicksale der Betroffenen aufgearbeitet und öffentlich zugänglich gemacht.
Die Idee hinter den Stolpersteinen ist es, die Opfer nicht nur in Gedenkstätten, sondern direkt vor ihren ehemaligen Wohnhäusern zu ehren. Dies soll die Erinnerung wachhalten und die individuelle Geschichte jeder verfolgten Person sichtbar machen. Die Initiative in Wiesbaden verbindet sich dabei mit ähnlichen Projekten in Nachbarregionen wie Frankfurt am Main, wo seit Jahrzehnten an die Opfer erinnert wird. Durch die Verlegung der Steine wird ein Ort der Begegnung geschaffen, der zum Nachdenken über die Verantwortung für die Vergangenheit anregt.
Die Stolpersteine sind ein Kunstwerk im öffentlichen Raum, das Geschichte greifbar macht. Sie fordern die Passanten auf, innezuhalten und sich mit den Schicksalen der Verfolgten auseinanderzusetzen. Durch die Arbeit von Historikern, Archivaren und engagierten Bürgern wird sichergestellt, dass die Namen wie die von Albert und Martha Kleeberg nicht in Vergessenheit geraten. Das Projekt ist ein lebendiges Mahnmal, das die Bedeutung des Erinnerns für die Gegenwart und Zukunft unterstreicht.