Bodendenkmal in Wiesenfelden, #D-2-6941-0011
Eigenschaften
Ausflug zur Burg Wiesenfelden - Bodendenkmal D-2-6941-0011
Das Bodendenkmal in Wiesenfelden mit der Kennung #D-2-6941-0011 ist ein bedeutender kulturhistorischer Ort in der Gemeinde Wiesenfelden, die im Landkreis Straubing-Bogen liegt. Als Teil der Bayerischen Denkmalliste wird es vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege verwaltet und dokumentiert. Das Denkmal erinnert an eine tragische Episode des Zweiten Weltkriegs und steht somit für die dunklen Kapitel der Geschichte, die in dieser Region stattgefunden haben.
Am 23. April des Jahres 1945 kamen etwa 200 Häftlinge aus dem KZ Flossenbürg während eines Transports in Richtung Dachau durch das Gebiet von Wiesenfelden. Während einer kurzen Rast wollte einer der Häftlinge aus einem nahegelegenen See Wasser schöpfen, um zu trinken. Ein Wachmann stieß ihn in das Wasser, wo er von einem Schäferhund gerettet wurde. Aufgrund seiner durchnässten Kleidung wurde der Mann kurz darauf erschossen. Dieses Ereignis prägte die Erinnerungskultur vor Ort und führte zur Errichtung dieses Gedenkortes.
Das Bodendenkmal dient nicht nur als Mahnmal für die Opfer nationalsozialistischer Gewalt, sondern auch als Ort der Auseinandersetzung mit der Verantwortung der Täter und der Rolle der Bevölkerung. Es erinnert daran, wie Menschen durch staatliche Propaganda und Hetze zu grausamen Taten verleitet wurden. Die Gedenkstätte lädt dazu ein, sich mit den Ursachen und Folgen dieser historischen Ereignisse auseinanderzusetzen und das Bewusstsein für die Werte von Freiheit, Menschlichkeit und Demokratie zu stärken.
Im Kontext der Kategorie „ausflug-kultur-burg“ ist das Bodendenkmal ein Ort, der nicht nur historisch relevant ist, sondern auch in den Rahmen kultureller Bildung passt. Besucher*innen haben die Möglichkeit, sich mit der Geschichte des Ortes und seiner Umgebung auseinanderzusetzen und erhalten so einen Einblick in die regionalen Spuren des Nationalsozialismus. Die einfühlsame Gestaltung des Denkmals trägt dazu bei, den Besuch zu einem respektvollen und nachdenklichen Erlebnis werden zu lassen.
Das Bodendenkmal in Wiesenfelden ist somit ein wichtiger Bestandteil der lokalen Kultur- und Erinnerungslandschaft. Es erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und mahnt zugleich zur Wachsamkeit gegenüber jeglicher Form von Diskriminierung und Ausgrenzung. Als Teil der Denkmalliste Bayerns ist es ein Zeugnis der Verpflichtung des Freistaats, das kulturelle Erbe zu bewahren und für kommende Generationen zugänglich zu machen.