Gipfel

Dalherdakuppe

97786 Motten

Tipps

  • Wanderungen auf der Dalherdakuppe bieten beste Aussicht bei Sonnenschein.
  • Gebiet ist Teil des Truppenübungsplatzes Wildflecken – Eintritt nur in Ausnahmefällen möglich.
  • Naturpark Hessische Rhön und mehrere Schutzgebiete umgeben die Kuppe.

Eigenschaften

Outdoor Aktiv Ganzjährig

Über Dalherdakuppe

Die Dalherdakuppe ist ein markanter Berggipfel im bayerischen Ort Motten, gelegen im Landkreis Bad Kissingen. Mit einer Höhe von 800,6 Metern über Normalhöhennull zählt sie zu den nördlichen Ausläufern der Rhön und liegt unweit der hessischen Gemeinde Dalherda. Obwohl der Gipfel selbst auf bayerischem Gebiet steht, verläuft die hessisch-bayerische Grenze nur etwa 420 Meter südlich des Gipfels, was ihn zu einem besonderen geografischen Grenzpunkt macht. Die Landschaft um die Dalherdakuppe gehört zur naturräumlichen Haupteinheit der Hohen Rhön und ist Teil mehrerer Schutzgebiete, darunter des Landschaftsschutzgebiets Hessische Rhön sowie mehrerer FFH- und Vogelschutzgebiete.

Die Dalherdakuppe liegt innerhalb des Truppenübungsplatzes Wildflecken, was bedeutet, dass der Zugang für die Öffentlichkeit eingeschränkt ist. Nur zu bestimmten Zeiten, beispielsweise an den jährlich stattfindenden Volkswandertagen, dürfen Besucher das Gelände auf ausgewiesenen Wegen betreten. Wanderer berichten von einer beeindruckenden Aussicht, besonders an sonnigen Tagen, von der aus man weite Teile der umliegenden Rhönlandschaft überblicken kann. Die Wanderung durch das militärische Gelände ist daher nicht nur abenteuerlich, sondern auch landschaftlich lohnenswert.

Ein besonderes Wahrzeichen in der Nähe ist der sogenannte Kuppenmann, eine natürliche Phonolithsäule von fast fünf Metern Höhe am Nordhang der Dalherdakuppe. Diese Felsformation, die optisch an einen Menschen erinnert, spielte einst eine Rolle in der lokalen Sage. Danach handelt es sich bei dem Kuppenmann um den versteinerten Riesen Kuprian, der aus Gram und Kummer über den Verlust seiner Geliebten erstarb. Die Figur wurde in den 1970er Jahren durch Militärpioniere beschädigt, später jedoch dank ehrenamtlichem Engagement und historischen Aufnahmen wieder rekonstruiert.

Die Umgebung der Dalherdakuppe ist ökologisch von großer Bedeutung. Sie liegt innerhalb mehrerer Naturschutz- und FFH-Gebiete, die den Erhalt der typischen Rhönflora und -fauna gewährleisten. Auf der Südwestflanke entspringen wichtige regionale Gewässer wie der Thalaubach und der Döllbach, die zur regionalen Wasserlandschaft beitragen. Diese landschaftliche Vielfalt macht die Dalherdakuppe zu einem lohnenswerten Ausflugsziel für Naturliebhaber und Wanderfreunde, die bereit sind, sich den eingeschränkten Zugang durch die militärische Nutzung bewusst zu machen.

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