St. Hubertus
Highlights
- St. Hubertus in Willich-Schiefbahn ist eine neugotische Pfarrkirche aus Backstein, erbaut zwischen 1853 und 1855.
- Die Kirche wurde nach Plänen von Vincenz Statz errichtet und ist unter Denkmalschutz (Nr. 18) in Willich eingetragen.
- Zur Pfarrei gehören mehrere umliegende Ortsteile, darunter Bresserhof, Büttgerwald und Niederheide.
Tipps
- Die Kirche St. Hubertus in Schiefbahn ist ein historisches Baudenkmal und wurde 1853–1855 erbaut.
- Zur Pfarrei gehören mehrere umliegende Ortsteile, darunter unter anderem Bresserhof und Knickelsdorf.
- Die Sakramente der Taufe und Kommunion finden hier seit Jahrzehnten statt, die Kirche verfügt über langjährige Traditionen.
Eigenschaften
Über St. Hubertus
Die Pfarrkirche St. Hubertus befindet sich im Stadtteil Schiefbahn der Gemeinde Willich im Kreis Viersen, Nordrhein-Westfalen. Die römisch-katholische Kirche ist unter dem Patronat des hl. Hubertus von Lüttich gestellt und zählt zu den Baudenkmälern der Stadt Willich. Ursprünglich bestand bereits im 15. Jahrhundert eine Kapelle am Standort, die im Laufe der Zeit mehr kirchliche Eigenständigkeit erlangte. Im Jahr 1548 wurde das Recht zur Spendung der Sakramente und Bestattungen in Schiefbahn genehmigt, um den Weg nach Anrath zu ersparen. Das Recht zur kirchlichen Trauung folgte erst im 17. Jahrhundert, womit Schiefbahn schließlich alle Rechte einer eigenständigen Pfarrei erhielt.
Die heutige Kirche wurde zwischen 1853 und 1855 nach Plänen des Kölner Architekten Vincenz Statz erbaut, nachdem der Vorgängerbau zu klein geworden war. Die Grundsteinlegung erfolgte 1853, zwei Jahre später konnte das Gotteshaus erstmals für Gottesdienste genutzt werden. Die feierliche Kirchweihe fand fünf Jahre später statt. Im Jahr 1929 wurde der Glockenturm im Stil des Backsteinexpressionismus umgebaut, wodurch er sein heute charakteristisches Erscheinungsbild erhielt. Eine weitere bauliche Erweiterung erfolgte 1964 mit dem Anbau eines nach Süden ausgerichteten Querschiffs. In den Jahren 1989 bis 1991 wurde die ursprüngliche Ausmalung aus dem Jahr 1856 bei einer umfassenden Restaurierung wiederhergestellt.
St. Hubertus ist eine dreischiffige, fünfjochige Basilika im neugotischen Stil, errichtet aus Backstein. Im Osten schließt ein fünfseitig gestalteter Chor die Kirche ab, während sich im Westen der expressionistisch umgebaute Glockenturm erhebt. Zu den bemerkenswerten Ausstattungsgegenständen zählt der spätgotische Taufstein aus dem Jahr 1548, der aus der Vorgängerkirche stammt. Der Zelebrationsaltar wurde 1964 im Zuge der Querschifferweiterung neu gestaltet. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1979 und wurde vom Münsteraner Unternehmen Orgelbau Fleiter gefertigt. Sie verfügt über 20 Register und eine elektrische Traktur.
Die Kirche ist nicht nur religiöses Zentrum für Schiefbahn, sondern auch für mehrere umliegende Ortsteile, darunter Bresserhof, Büttgerwald, Im Fonger, Hövesfeld, Knickelsdorf, Niederheide und Unterbruch. Seit 2009 ist Pfr. Jürgen Lenzen Pastor der Gemeinde. Die Pfarrgemeinde betreibt zudem das Alten- und Pflegeheim Hubertusstift direkt in der Nähe der Kirche. Die Kirche wird von zahlreichen Besuchern als schöne und wertvolle sakrale Stätte wahrgenommen, wie auch die durchschnittliche Bewertung von 4,3 von 5 Sternen bei Google zeigt.