Atelier Strichstärke
Highlights
- Seit 1997 fördert das Atelier Strichstärke Künstler:innen mit Behinderung durch kreative Projekte und Ausstellungen wie ‚Rabatz‘ mit Texten und Bildern.
- Das Atelier Strichstärke zeigt Outsiderkunst in Kooperation mit Sammlungen und Institutionen wie Hephata Leben oder dem Museum Abteiberg.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt in die Ausstellungsräume.
- Die gezeigten Werke des Ateliers Strichstärke bieten Einblicke in die Vielfalt der Outsiderkunst und deren künstlerische Ausdrucksformen.
- Die Kombination aus textilen Objekten, Bildern und literarischen Texten schafft eine ungewöhnliche Verbindung zwischen verschiedenen Kunstformen.
Eigenschaften
Kunstgalerie Atelier Strichstärke Mönchengladbach-Nord
Das Atelier Strichstärke in Mönchengladbach-Nord ist seit 1997 ein bedeutender Ort für zeitgenössische Kunst und inklusive Kreativität. Betrieben von der gemeinnützigen Hephata Leben GmbH, verbindet das Atelier künstlerische Ausdrucksformen mit dem Ziel, Menschen mit Behinderungen eine Plattform für ihre Werke zu bieten. Die Kunstgruppe „Strichstärke“ entstand aus diesem Engagement und präsentiert seit 2011 ihre Arbeiten – zunächst in Rheydt, später auch in Mönchengladbach – in wechselnden Ausstellungen.
Die Schwerpunkte des Ateliers liegen auf Outsiderkunst, die oft in renommierten Sammlungen vertreten ist. Die Künstler:innen des Ateliers Strichstärke arbeiten in verschiedenen Techniken wie Malerei, Zeichnung, Collage und Textilkunst. Besonders bekannt sind Projekte wie die Vernissage „Gut in Schuss“, bei der textile Objekte, Bilder und Installationen gezeigt wurden. Auch literarische Arbeiten fließen ein: Im Rahmen des Schreibprojekts „Rabatz“ entstanden Texte, die später durch visuelle Kunst begleitet wurden – etwa durch gemalte Bilder oder Collagen.
Das Atelier kooperiert mit kulturellen Einrichtungen wie dem Museum Abteiberg und dem TextilTechnikum Mönchengladbach, um inklusive Kunstprojekte zu realisieren. Eine Ausstellung im Graefen & König zeigte beispielsweise die Verbindung von Texten und Bildern, während im Finanzamt Mönchengladbach eine Präsentation unter dem Titel „Bildsprachen“ stattfand. Diese Kooperationen unterstreichen den Anspruch, Kunst als Teil des öffentlichen Raums zu verankern und Barrieren abzubauen.
Besucher:innen werden durch vielseitige Formate angesprochen: Neben klassischen Ausstellungen gibt es Lesungen, Filmbeiträge und interaktive Formate wie „Wege zum Bild“, die den Dialog zwischen Kunst und Publikum fördern. Das Atelier Strichstärke beweist damit, dass Kunst nicht nur Ästhetik, sondern auch gesellschaftlichen Zusammenhalt und individuelle Ausdrucksmöglichkeiten stärkt – ganz im Sinne inklusiver Kulturarbeit in Mönchengladbach-Nord.