Kirche/Kloster

Jüdische Gemeinde Krefeld K.d.ö.R.

Wiedstraße 17, 93043 Krefeld

Highlights

  • Die Jüdische Gemeinde Krefeld unterhält seit 1903 einen jüdischen Friedhof mit ältesten erhaltenen Grabsteinen aus 1770/74.
  • Seit 2007 leitet Rabbiner Yitzchak Mendel Wagner die Gemeinde; Führungen durch das Gemeindezentrum ab 10 Personen sind möglich.
  • Ein zerstörter Synagogenbau (bis 1890) und eine 1942 zwangsenteignete Begräbnisstätte prägten die jüdische Geschichte der Stadt.

Tipps

  • Führungen durch das Gemeindezentrum werden ab einer Gruppengröße von zehn Personen angeboten und finden regulär an den Wochentagen Dienstag, Mittwoch und Donnerstag statt.
  • Die Ausstellung im Foyer zeigt historische Dokumente, Fotografien und Gegenstände zur jüdischen Kultur und Geschichte der Region in Vitrinen auf der Empore.
  • Der jüdische Friedhof aus dem Jahr 1903 bietet Einblicke in die Grabsteine der Gemeinde, wobei einige der ältesten erhaltenen Exemplare aus den Jahren 1770 und 1774 stammen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Jüdische Gemeinde Krefeld: Kultur & Sakrales entdecken

Die Jüdische Gemeinde Krefeld K.d.ö.R. ist ein bedeutender Ort der jüdischen Geschichte und Kultur in der Stadt Krefeld. Das Gemeindezentrum dient heute als lebendiger Ort des Austauschs, der Bildung und der Erinnerung – ein Zeugnis für das jüdische Leben in der Region.

Ein zentraler Bestandteil des Gemeindezentrums ist die Ausstellung im Foyer, die in Vitrinen historische Gegenstände, Schriften und Bilder zeigt. Hier werden Aspekte des jüdischen Gemeindelebens, der Traditionen und der regionalen Geschichte präsentiert. Besonders hervorzuheben sind die ältesten erhaltenen Grabsteine aus den Jahren 1770 und 1774, die einen Einblick in die frühe jüdische Präsenz in Krefeld geben. Die Ausstellung verbindet so Vergangenheit mit Gegenwart und lädt Besucher:innen zum Verweilen und Nachdenken ein.

Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Krefeld ist von tiefen Brüchen geprägt. Die erste Synagoge entstand im 18. Jahrhundert und wurde bis 1890 genutzt, bevor sie im Jahr 1938 im Rahmen der nationalsozialistischen Gewaltaktionen zerstört und eingeebnet wurde. Der jüdische Friedhof an der Alten Gladbacher Straße, seit 1903 in Betrieb, erlebte ein ähnliches Schicksal: Nach der Deportation der jüdischen Bevölkerung wurde er 1942 unter Zwang an die IG Farben verkauft und später überbaut. Erst durch ein Wiedergutmachungsverfahren in den 1950er-Jahren fand eine symbolische Entschädigung statt.

Seit 2007 leitet Rabbiner Yitzchak Mendel Wagner die Gemeinde, die sich seither aktiv um die Bewahrung des jüdischen Erbes und die Förderung des interreligiösen Dialogs bemüht. Führungen durch das Gemeindezentrum ab zehn Personen bieten Einblicke in die Räumlichkeiten, die Geschichte und die heutige Arbeit der Gemeinde.

Mit einem Google-Rating von 4,8 von 5 Sternen (basierend auf 21 Bewertungen) gilt die Jüdische Gemeinde Krefeld als ein Ort der Offenheit und des Respekts. Sie verbindet sakrale Tradition mit lebendiger Gemeinschaft und zeigt, wie jüdisches Leben in einer Stadt wie Krefeld trotz historischer Verfolgung weiter besteht. Die Gemeinde lädt dazu ein, Geschichte zu begreifen, Fragen zu stellen und sich mit den Werten von Toleranz und Erinnerung auseinanderzusetzen – ein Besuch lohnt sich für alle, die sich für Kultur, Geschichte und interreligiösen Austausch interessieren.

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