Parks & Gärten

Neersener Bruch

Fonger 50A, 47877 Willich

Highlights

  • Das NSG Neersener Bruch in Willich umfasst 18,93 Hektar und schützt ein ehemaliges Abgrabungsgelände mit Baggersee.
  • Das Gebiet dient als Lebensraum für seltene Pflanzen, Wasservögel, Amphibien und Fledermäuse.
  • Erhaltene Biotope sind unter anderem Erlenbruchwald, stehende Gewässer und nährstoffarme Ruderalflächen.

Tipps

  • Das Gelände um den Neersener Bruch ist teilweise als Angelgewässer nutzbar, wobei der Erholungsverkehr eingeschränkt ist, um Brutplätze seltener Vogelarten zu schützen.
  • Ein Rundweg mit Bänken ermöglicht ruhige Spaziergänge, während im Süden ein schattiger Teich mit ehemaligen Kaulquapp-Sichtungen liegt.
  • Die östlich gelegene Schutthalde der ehemaligen Ziegelei dient als Fledermauswinterquartier und sollte nicht betreten werden.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Neersener Bruch

Der Neersener Bruch ist ein Naturschutzgebiet im nordrhein-westfälischen Willich. Es liegt südöstlich des Autobahnkreuzes Neersen und umfasst eine Fläche von rund 18,93 Hektar. Das Gelände entstand durch ehemalige Sand- und Kiesabgrabungen und zählt heute zu den geschützten Landschaftsflächen des Landes. Seit 1997 ist das Areal offiziell als Naturschutzgebiet ausgewiesen, wobei der Schutzstatus rechtskräftig besteht und langfristig angelegt ist.

Das Schutzziel des Neersener Bruchs umfasst verschiedene ökologische Funktionen. Im Vordergrund steht die Erhaltung des ehemaligen Abgrabungsees mit seiner Schilf- und Schwimmblattzone, die seltene Pflanzen und gefährdete Tierarten beherbergen. Neben dem Baggersee dient eine Schutthalde ehemaliger Ziegelei als Winterquartier für Fledermäuse. Auch Amphibien finden durch die Anhebung des Grundwasserstandes und die Freistellung von beschattenden Gehölzen geeignete Laichgewässer. Auf der restlichen Fläche dominieren heimische Laubwälder, nährstoffarme Ruderalflächen sowie strukturreiche Saumbiotope und Hecken.

Das Gewässer im Zentrum des Gebietes ist von steilen Ufern und einzelnen Bänken gesäumt und wird teilweise als Angelgewässer genutzt. Um den See führt ein Weg, der den Zugang für Besucher ermöglicht. Im Südosten des Geländes befindet sich ein weiterer kleiner Teich, während im Nordosten eine Freizeitanlage mit Grillplatz angelegt ist. Die Vegetation rund um den See besteht überwiegend aus einheimischen Baum- und Straucharten wie Esche, Schwarz-Erle, Stiel-Eiche und Birke. Vereinzelt kommen auch nicht heimische Arten wie Hybrid-Pappeln, Berg-Ahorn und Fichte vor.

Im Rahmen der Naturschutzmaßnahmen wird die Entwicklung naturnaher Waldgesellschaften wie Erlenbruchwald angestrebt. Dazu gehören die Förderung der Naturverjüngung, die Schaffung einer vielfältigen Altersstruktur der Bestände sowie die Wiederherstellung von Feuchtgebieten durch das Anstauen von Entwässerungsgräben. Auch der Erhalt von Brutplätzen seltener Vogelarten sowie Rastplätze für Durchzügler steht im Fokus, verbunden mit der Reduzierung von Fischerei und Erholungsdruck.

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