Museum

Verein Baukultur

Zur Pfarrwiese 2c, 01723 Wilsdruff

Highlights

  • Der Verein Baukultur Wilsdruff bewahrt seit 2017 historische Bauten und Alltagsgegenstände Sachsens Mitte – von 1692 bis heute.
  • 2022 wurde das älteste erhaltene Haus Wilsdruffs (Altenberger Haus) gerettet und soll als Exponat wiederaufgebaut werden.
  • Das Projekt vereint Bürger, Politik und Kultur für ein Freilichtmuseum mit Landwirtschaft, Handwerk und regionaler Denkmalpflege.

Tipps

  • Die Ausstellung zeigt historische Alltagsgegenstände und landwirtschaftliche Geräte, die Einblicke in das Leben vergangener Generationen ermöglichen.
  • Ein besonderer Fokus liegt auf der Rettung und Wiederverwendung von Gebäuden wie dem Altenberger Haus, das um 1692 erbaut und bis heute erhalten blieb.
  • Das Projekt verbindet regionale Baukultur mit der Dokumentation von Handwerk und Alltagsgeschichte in einer zentralen sächsischen Region.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Baukultur erleben: Museum Wilsdruff

Der Verein Baukultur in Wilsdruff engagiert sich leidenschaftlich für die Bewahrung und Vermittlung historischer Bausubstanz und Alltagskultur. Im Mittelpunkt steht die Idee eines Freilichtmuseums, das die einzigartige Bau- und Kulturgeschichte der Region um Wilsdruff abbilden soll. Das Projekt knüpft an die besondere Identität „Sachsens Mitte“ an – eine Region, die sich weder landschaftlich noch historisch-politisch klar den Nachbarregionen wie Elbland, Osterzgebirge oder Sächsische Schweiz zuordnen lässt. Stattdessen vereint sie eine eigene, facettenreiche Tradition, die durch den Verein lebendig gehalten werden soll.

Ein zentrales Anliegen ist die Rettung und Wiederverwendung historischer Gebäude wie das Altenberger Haus, das um 1692 errichtet wurde und eines der ältesten erhaltenen Häuser im Ort darstellt. Durch gezielte Initiativen soll das Haus an einem würdigen Standort wiederaufgebaut werden, um als Symbol für den Erhalt sächsischer Baukultur zu dienen. Der Verein sammelt zudem kontinuierlich Objekte wie Alltagsgegenstände vergangener Zeiten oder historische landwirtschaftliche Geräte, die das Leben und Handwerk vergangener Generationen dokumentieren. Interessierte Bürger:innen und Institutionen werden aufgefordert, solche Exponate zur Verfügung zu stellen oder zunächst unterzubringen.

Seit 2017 wird das Vorhaben von einem breiten Bündnis aus Bürger:innen, Zivilgesellschaft, Verwaltung, Politik, Tourismus und Kultur getragen. Das Ziel ist es, ein lebendiges Freilichtmuseum zu schaffen, das nicht nur als Archiv dient, sondern auch als Ort des Austauschs über Handwerk, Denkmalpflege und regionale Identität. Durch die Kombination aus bewahrter Tradition und aufgeschlossener Moderne soll ein Ort entstehen, der Neugier weckt und die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart spürbar macht. So wird aus dem Motto *„Ältestes bewahrt mit Treue, freundlich aufgefasstes Neue“* eine greifbare Vision für die Region.

Die Initiative des Vereins zeigt, wie wichtig es ist, das kulturelle Erbe aktiv zu gestalten. Indem historische Bauten und Gegenstände nicht nur dokumentiert, sondern auch erlebbar gemacht werden, entsteht ein Raum, der Geschichte begreifbar und die Baukultur für zukünftige Generationen bewahrt. Das Projekt unterstreicht dabei den besonderen Charme Sachsens Mitte – eine Region, die sich durch ihre Eigenständigkeit auszeichnet und durch solche Initiativen eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft schlägt.

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