See

Bültsee

24354 Kosel

Highlights

  • Der Bültsee liegt südlich von Kosel zwischen Schleswig und Eckernförde.
  • Es handelt sich um ein nährstoffarmes Toteisloch aus der Weichsel-Eiszeit.
  • Der See steht seit 1982 unter Naturschutz und wird von Galloway beweidet.

Tipps

  • Der Bültsee liegt in einem Naturschutzgebiet – Müll liegen lassen oder Vandalismus schädigen den empfindlichen Ökoraum.
  • Ein Bad ist nur an der offiziellen Badestelle am Westufer möglich, ein Rundweg um den See existiert nicht.
  • Der See ist nährstoffarm und beherbergt seltene Pflanzenarten – zum Beobachten guter Lebensräume eignen sich die Uferzonen.

Eigenschaften

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Über Bültsee

Der Bültsee liegt im Ortsteil Kosel des Kreises Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein. Der See befindet sich südlich von Kosel, auf dem sogenannten Schnaaper Sander, einer landschaftlich reizvollen Erhebung nördlich des Landes. Ursprünglich entstand der See während der letzten Kaltzeit als Toteisloch und zählt heute zu den nährstoffarmen (oligotrophen) Gewässern der Region. Diese besondere ökologische Beschaffenheit ermöglicht es, dass am See seltene Pflanzenarten wie Wasserlobelie, Brachsenkraut und Wechselblütiges Tausendblatt gedeihen.

Der Bültsee und seine Uferlandschaft stehen seit den frühen 1980er Jahren unter Naturschutz. Das nahegelegene Naturschutzgebiet „Bültsee und Umgebung“ schützt nicht nur die empfindliche Flora, sondern dient auch als Brutplatz für Vögel wie den Flussregenpfeifer. Ein besonderes Merkmal des Sees ist seine rein natürliche Wasserführung: Er wird ausschließlich durch Grundwasser gespeist und verfügt weder über Zu- noch Abflüsse. Am Westufer des Sees befindet sich eine offizielle Badestelle, die den Zugang zum Wasser für Besucher ermöglicht. Diese liegt zwischen den Orten Eckernförde und Fleckeby, in unmittelbarer Nähe zur B 76.

Der Name „Bültsee“ lässt sich auf das Altdänische zurückführen. Das Präfix „Bült“ stammt vom Wort „bolt“ ab, das ursprünglich eine runde Erhöhung oder Erhebung bezeichnete. Die erste schriftliche Erwähnung des Sees datiert etwa aus dem 17. Jahrhundert. Heute wird der See auch durch Galloway-Rinder beweidet, die vom Verein Bunde Wischen e.V. auf der umliegenden Fläche gehalten werden, um die natürliche Landschaft langfristig zu erhalten.

Die Landschaft rund um den Bültsee bietet eine ruhige und abwechslungsreiche Umgebung für Spaziergänge und Aufenthalte in der Natur. Allerdings ist ein vollständiger Rundweg um den See nicht möglich. Lediglich ein Teil des Ufers kann begangen werden, wobei der See durch Zäune teilweise von den Wegen getrennt bleibt. Dennoch eröffnen sich von hier aus schöne Ausblicke auf das Gewässer und die umliegende Landschaft. Besucher berichten von einer malerischen und stimmungsvollen Atmosphäre, die besonders zum Verweilen einlädt.

Trotz der geschützten Lage wird der Bereich gelegentlich durch unerwünschte Ablagerungen belastet. Insbesondere am Bootsanleger häufen sich immer wieder Müll und Vandalismus, was von Besuchern kritisch wahrgenommen wird. Dennoch bleibt der Bültsee ein lohnendes Ausflugsziel für Naturliebhaber, die sowohl die Ruhe des Sees als auch die Möglichkeit zum Baden schätzen. Die Kombination aus Naturschutzgebiet, seltenen Pflanzenarten und der geschichtlichen Einordnung macht den See zu einem sehenswerten Naturstandort in der Region.

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