Bibliothek

Bibliothek Kulturanthropologie Volkskunde - Institut für Archäologie und Kulturanthropologie / Abt. Kulturanthropologie/Volkskunde, Universität Bonn

Am Hofgarten 22, 53113 Bonn

Highlights

  • Bibliothek der Kulturanthropologie/Volkskunde in Bonn verwaltet das Hauptarchiv des Atlas der deutschen Volkskunde (AdV) mit Originalmaterial des 19.–20. Jahrhunderts.
  • Zusätzlich zu AdV-Beständen beherbergt die Bibliothek Rheinischen Fragebogen-Archivbestände, Fotosammlungen und wissenschaftliche Nachlässe.
  • Forschungsprojekte wie ‚Digitalisierung des AdV‘ analysieren Herausforderungen und Potenziale der digitalen Aufbereitung kulturwissenschaftlicher Quellen.

Tipps

  • Die Ausstellungsreihe ‚Bonner Perspektiven der Kulturanalyse‘ zeigt aktuelle Forschungsprojekte und Materialien aus der universitären Kulturanthropologie und Volkskunde.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Entspannt Bildung Ganzjährig

Kulturanthropologie-Bibliothek Bonn: Ausflug Kultur & Forschung

Die Bibliothek Kulturanthropologie Volkskunde am Institut für Archäologie und Kulturanthropologie der Universität Bonn ist ein zentraler Ort für die Erforschung kultureller Traditionen, regionaler Identitäten und anthropologischer Fragestellungen. Als Teil der Abteilung Kulturanthropologie/Volkskunde bewahrt sie ein umfangreiches Archiv, das sich mit der Dokumentation und Analyse von Alltagskultur, Bräuchen und regionalen Besonderheiten befasst – insbesondere im Kontext des Rheinlandes und seiner Nachbarregionen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Atlas der deutschen Volkskunde (AdV), einem historischen Werk, das seit dem 19. Jahrhundert ethnografische Beobachtungen systematisch sammelt. Die Bibliothek beherbergt nicht nur die Originalunterlagen des Atlas, sondern auch ergänzende Bestände wie den Rheinischen Fragebogen, Fotosammlungen und wissenschaftliche Nachlässe. Diese Quellen bieten Einblicke in die kulturelle Vielfalt der Region und dienen als Grundlage für aktuelle Forschungsprojekte.

Regelmäßig finden hier interdisziplinäre Veranstaltungen statt, die sich mit der Digitalisierung und Aufbereitung dieser Bestände auseinandersetzen. Ein Beispiel ist der Workshop zum DFG-Projekt „Digitalisierung und Erschließung des Archivs Atlas der deutschen Volkskunde“, der Herausforderungen und Chancen der modernen Archivarbeit thematisiert. Solche Formate verbinden historische Quellen mit aktuellen Methoden der Kulturanthropologie und fördern den Austausch zwischen Wissenschaftler*innen.

Die Bibliothek ist eng mit anderen kulturellen Einrichtungen der Universität verbunden, etwa dem Akademischen Kunstmuseum oder der Bonner Amerikas-Sammlung (BASA), die ebenfalls Teil des universitären Forschungsnetzwerks sind. Gemeinsam tragen sie dazu bei, Bonns Rolle als Zentrum für kulturwissenschaftliche Studien zu stärken – mit einem Fokus auf regionale wie globale Perspektiven der Kulturanalyse.

Für Studierende, Forschende und interessierte Besucher*innen bietet die Bibliothek nicht nur Zugang zu seltenen Quellen, sondern auch Einblicke in laufende Projekte. Die Ausstellung „Bonner Perspektiven der Kulturanalyse“ zeigt beispielsweise, wie aktuelle Arbeiten die Traditionen der Volkskunde weiterentwickeln und neue Fragestellungen aufwerfen. Ein Besuch lohnt sich daher nicht nur für Wissenschaftler*innen, sondern auch für alle, die sich für die lebendige Kulturgeschichte der Region begeistern.

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