Kirche/Kloster

St.-Anna-Kapelle

Erbstraße 1, 53639 Königswinter

Highlights

  • Die St.-Anna-Kapelle in Königswinter (Pleiserhohn) wurde 1885 auf Gemeinschaftsland erbaut und von Dorfbewohnern finanziert.
  • 1974 drohte der Dachsturz – eine umfassende Renovierung sicherte den Erhalt der historischen Kapelle.
  • Seit 1986 gehört die Kapelle der Katholischen Kirchengemeinde Oberpleis und steht in der Dorfmitte an der Erbstraße.

Tipps

  • Die St.-Anna-Kapelle befindet sich zentral in der Dorfmitte an der Einmündung der Straße ‚Zur Sandkaule‘ und ist von dort aus gut zu Fuß erreichbar.
  • Ein historischer Bericht aus dem Jahr 1765 dokumentiert den Bau der Kapelle im Jahr 1885 als gemeinschaftliches Projekt der Dorfbewohner von Pleiserhohn.
  • Die Kapelle wurde 1974 umfassend saniert, um ein Einsturzrisiko des Dachs und des Dachreiters zu vermeiden und ihre Substanz zu erhalten.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

St.-Anna-Kapelle Königswinter: Sakrale Kultur

Die St.-Anna-Kapelle in Königswinter ist ein historisches Sakralbauwerk mit besonderer Bedeutung für die lokale Gemeinde. Gelegen im Ortsteil Pleiserhohn, entstand die Kapelle im Jahr 1885 auf einem Gemeinschaftsland, das aus der ehemaligen Markgenossenschaft stammte. Ihr Bau wurde maßgeblich durch den damaligen Sprecher der Dorfgemeinschaft, Christian Gratzfeld, initiiert. Die Kapelle diente zunächst den Einwohnern von Pleiserhohn als Versammlungsort und Ort der Andacht.

Die Erbauung erfolgte unter der Zustimmung des Bürgermeisters von Oberpleis, der einen Bauantrag der Dorfbewohner genehmigte. Die Kapelle wurde „würdig“ eingerichtet, sodass der zuständige Dechant aus Küdinghoven zweimal jährlich Messfeiern dort abhalten durfte. Schon bei ihrer Errichtung wurde ein Kapellenverein gegründet, der die weitere Pflege und Nutzung der Kapelle sicherte. Im Laufe der Zeit unterzog sich das Gebäude mehreren Renovierungen, darunter eine umfassende Sanierung 1974, als das Dach und der Dachreiter dringend repariert werden mussten.

Nach ihrer Gründung gehörte die Kapelle zunächst den Einwohnern von Pleiserhohn. Durch ein Flurbereinigungsverfahren kam sie 1952 in den Besitz der Zivilgemeinde Oberpleis. Mit der kommunalen Neuordnung 1969 ging das Eigentum an die Stadt Königswinter über, die die Kapelle 1986 schließlich der Katholischen Kirchengemeinde Oberpleis als Schenkung übertrug. Heute steht sie als kulturelles und spirituelles Zentrum im Herzen des Dorfes an der Einmündung der Erbstraße zur Sandkaule.

Die St.-Anna-Kapelle ist nicht nur ein Zeugnis des bäuerlichen Zusammenhalts des 19. Jahrhunderts, sondern auch ein Ort der Kontinuität. Sie spiegelt die Verbundenheit der Pleiserhohner mit ihrer Tradition wider und bleibt bis heute ein geschätzter Rückzugsort für Gläubige und Besucher. Die Kapelle, deren Name die Schutzpatronin Anna ehrt, genießt in der Region eine hohe Wertschätzung und ist ein Beispiel für die lebendige Sakralkultur im Rhein-Sieg-Kreis.

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