Kirche/Kloster

Katholische Filialkirche Allmannsdorf

Allmannsdorf 17, 91785 Pleinfeld

Highlights

  • Die katholische Filialkirche Allmannsdorf liegt im fränkischen Pleinfeld am Großen Brombachsee.
  • Allmannsdorf ist seit 1971 ein Gemeindeteil des Marktes Pleinfeld im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.
  • Die Kirche gehört zum Pfarrverband Pleinfeld und wird regelmäßig für Gottesdienste genutzt.

Tipps

  • Die Katholische Filialkirche Allmannsdorf liegt am nördlichen Ufer des Großen Brombachsees, fünf Kilometer nordwestlich von Pleinfeld.
  • Besucher finden nahe der Kirche eine vorgeschichtliche Siedlung, Grabhügel und einen mittelalterlichen Burgstall.
  • Die Gemeinde Allmannsdorf verfügt über eine Fläche von etwa 6,14 Quadratkilometern und gehört zum Markt Pleinfeld im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Katholische Filialkirche Allmannsdorf

Die Katholische Filialkirche Allmannsdorf liegt im Gemeindeteil Allmannsdorf des Marktes Pleinfeld im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen in Mittelfranken, Bayern. Sie gehört zum Pfarrverband Pleinfeld und ist eine der ältesten Kirchen im Landkreis. Die Kirche widmet sich dem Heiligen Laurentius und steht unter dem Dach der Pfarrei Pleinfeld gemeinsam mit weiteren Filialkirchen im regionalen Verbund.

Das Kirchdorf Allmannsdorf befindet sich am nördlichen Ufer des Großen Brombachsees, etwa fünf Kilometer nordwestlich von Pleinfeld. Es wird vom Weilerbach durchflossen und liegt im landschaftlich reizvollen Fränkischen Seenland. In unmittelbarer Nähe befinden sich archäologische Funde, darunter eine vorgeschichtliche Siedlung, mehrere Grabhügel sowie ein mittelalterlicher Burgstall, die auf eine langjährige Besiedlung hinweisen.

Die Geschichte der Filialkirche reicht weit zurück. Bereits 1320 wurde festgelegt, dass die zuvor zur Pfarrei Stopfenheim gehörende Kirche künftig zur Pfarrei Pleinfeld gehört. Das romanische Untergeschoss des Kirchturms zeugt von der baugeschichtlichen Bedeutung des Ortes. Im späten Mittelalter, etwa im 15. Jahrhundert, wurde das Turmobergeschoss mit Pyramidendach ergänzt. Während des Dreißigjährigen Krieges wurden 1631 die Glocken der Kirche entzogen, was die Wirren der Zeit dokumentiert. Die Kirche blieb jedoch erhalten und dient seit Jahrhunderten als Glaubens- und Versammlungsort der Bevölkerung.

Allmannsdorf selbst ist erstmals 1302 urkundlich erwähnt worden. Der Ortsname geht vermutlich auf den germanischen Personenname „Aldmar“ oder „Adalman“ zurück. Über die Jahrhunderte hinweg wechselte der Ort mehrfach im Besitz, unter anderem zwischen dem Bistum Eichstätt und dem Augustiner-Chorherrenstift Rebdorf. Im Zuge der bayerischen Verwaltungsreformen wurde Allmannsdorf zunächst dem Landgericht Roth zugeordnet, ab 1858 dann dem Landgericht Ellingen. Seit 1971 gehört der Ort als Gemeindeteil zum Markt Pleinfeld.

Die Einwohnerzahl des Kirchdorfes schwankte im Laufe der Zeit: Von 76 Einwohnern im Jahr 1818 stieg sie bis 1900 auf 95 an, sank jedoch in den folgenden Jahrzehnten leicht. Aktuell leben etwa 80 Menschen in Allmannsdorf. Neben dem namensgebenden Hauptort umfasst die Gemarkung die Weiler Birklein, Erlingsdorf und Mandlesmühle. Die Filialkirche St. Laurentius bleibt ein kulturelles und sakralhistorisches Zentrum des Dorfes und steht als Zeugnis mittelalterlicher Baukunst im Fränkischen Seenland für die kontinuierliche religiöse Tradition der Region.

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