Wüstung Volsbach
Highlights
- Die Wüstung Volsbach liegt zwei Kilometer nordöstlich von Wingerode am Fuße des Zehnsberges.
- Erstmals 1281 erwähnt, war Volsbach ein bedeutender Glashüttenstandort mit mehreren Öfen.
- Heute sind nur noch Kirchenfundamente, ein Gedenkstein und Wanderwege erhalten.
Tipps
- Wanderwege führen zur Wüstung Volsbach, ideal für eine kurze Erholungspause im Freien.
- Ein Gedenkstein und Informationstafeln am Standort der ehemaligen Kirche bieten Einblicke in die Geschichte der Glashütten.
- Der nahegelegene Hüttengrund lädt zu Spaziergängen in der ehemaligen Siedlungslandschaft ein.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Denkmal Wüstung Volsbach Wingerode
Die Wüstung Volsbach liegt in der Gemarkung der Gemeinde Wingerode im Landkreis Eichsfeld in Thüringen. Sie befindet sich etwa zwei Kilometer nordöstlich von Wingerode am Fuße des Zehnsberges auf einer Höhe von rund 330 Metern. Die unmittelbare Nähe zur Bundesautobahn 38 mit der imposanten Etzelsbachtalbrücke im Süden unterstreicht die landschaftliche wie verkehrliche Lage des Geländes. Der namensgebende Volsbach entspringt nordöstlich der ehemaligen Ortslage und durchzieht das Gebiet als wichtiger Fluss im regionalen Kontext. Östlich der Wüstung grenzt das Beurener Klosterholz an, ein weiterer markanter Punkt in der nahen Umgebung.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Volsbach im Mittelalter. Die Siedlung entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem bedeutenden Zentrum der Glasherstellung im Eichsfeld. Die günstige Kombination aus Wald, Quarzsand und Wasser bot ideale Voraussetzungen für den Betrieb mehrerer Glasöfen. Archäologische Funde belegen die Produktion von Keulengläsern und Stangengläsern über einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten. An zwei Hauptstandorten – in der Nähe der Kirche und im sogenannten Hüttengrund im Nordosten – wurden insgesamt sieben Öfen nachgewiesen. Die Siedlung bestand mindestens bis ins späte 16. Jahrhundert, danach verfiel sie allmählich und wurde schließlich als Wüstung bezeichnet. Seit dem 17. Jahrhundert gibt es keine weiteren Erwähnungen mehr. Heute erinnert der Name „Hüttengrund“ noch an die industrielle Vergangenheit des Ortes.
Heute ist die Wüstung Volsbach ein ruhiger Ort mit kulturhistorischem Wert. Zahlreiche Wanderwege führen von den umliegenden Gemeinden hierher und machen die Stelle zu einem beliebten Ausflugsziel. Vor Ort finden Besucher eine mit Wall und Graben umgebene Kirchenstelle sowie einen Gedenkstein, der an die ehemalige Siedlung erinnert. Tische und Bänke laden zur Rast ein und bieten Platz für eine kleine Pause in der Natur. Informative Tafeln am Gelände erläutern die Geschichte der Glasherstellung und geben interessierten Besuchern Einblicke in das Leben und Arbeiten der früheren Bewohner. Obwohl die Stätte touristisch bisher nicht umfassend erschlossen ist, gilt sie als kleines Kleinod im Eichsfeld.
Die Wüstung Volsbach vereint somit Naturnähe, historische Bedeutung und kulturelle Identität in einer stillen, landschaftlich reizvollen Gegend. Sie ist ein lohnendes Ziel für alle, die sich für die mittelalterliche Siedlungsgeschichte und das handwerkliche Erbe des Eichsfelder Landes interessieren. Die ruhige Atmosphäre und die Nähe zu weiteren Wegen und Wegenetzen machen sie zu einem idealen Zwischenstopp bei Wanderungen oder Kultur-Touren in der Region.
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Häufige Fragen zu Wüstung Volsbach
Wo befindet sich die Wüstung Volsbach?
Quelle: wikipedia
Wann wurde Volsbach erstmals urkundlich erwähnt?
Quelle: wikipedia
Warum ist die Wüstung Volsbach heute bekannt?
Quelle: wikipedia
Was ist heute vom Ort Volsbach übrig geblieben?
Quelle: wikipedia