Bergwiesen bei Altastenberg
Highlights
- Das Naturschutzgebiet Bergwiesen bei Altastenberg in Winterberg umfasst 34,62 Hektar und wurde 2008 ausgewiesen.
- Es schützt seltene Tier- und Pflanzenarten in bergmähwiesenreichen Lebensräumen.
- Das Gebiet ist Teil des FFH-Gebiets Bergwiesen bei Winterberg (DE 4717-305) und trägt zur Natura-2000-Kohärenz bei.
Tipps
- Das Naturschutzgebiet Bergwiesen bei Altastenberg eignet sich besonders für ruhige Wanderungen inmitten seltener Bergwiesenflora und -fauna.
- Aufgrund der Höhenlage und Wetterabhängigkeit sollten Besucher wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk mitbringen.
- Da es sich um ein geschütztes Gebiet handelt, ist das Betreten nur auf ausgewiesenen Wegen erlaubt, um die empfindliche Natur nicht zu stören.
Eigenschaften
Über Bergwiesen bei Altastenberg
Das Naturschutzgebiet „Bergwiesen bei Altastenberg“ liegt im Stadtgebiet von Winterberg im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen. Es umfasst eine Fläche von rund 34,62 Hektar und wurde aufgrund seiner besonderen ökologischen Bedeutung zum Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das Gebiet gehört zudem zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000 und ist als Teil des FFH-Gebiets „Bergwiesen bei Winterberg“ (DE 4717-305) eingetragen. Es zeichnet sich durch eine vielfältige und artenreiche Bergwiesenlandschaft aus, die seltene Pflanzen- und Tierarten beherbergt.
Im Schutzgebiet dominieren montane Grünlandflächen, darunter Bergmähwiesen und Glatthafer- sowie Wiesenknopf-Silgenwiesen, die durch extensive Bewirtschaftung erhalten werden. Diese Flächen bieten Lebensraum für verschiedene geschützte Arten und tragen zur Erhaltung der typischen Artenvielfalt der Winterberger Hochfläche bei. Neben den offenen Wiesenlandschaften finden sich im Umfeld auch Borstgrasrasen, trockene Heideflächen sowie naturnahe Buchenwälder, die ebenfalls unter Schutz stehen. Besonders geschützte Tierarten wie die Bekassine nutzen die quellnahen Nassweiden des Gebiets als Lebensraum.
Das Landschaftsbild des Naturschutzgebiets wird geprägt durch seine natürliche Eigenart und die überkommene, extensive Grünlandnutzung, die durch gezielte Vertragsangebote gefördert wird. Dadurch soll nicht nur der ökologische Wert, sondern auch der landschaftliche Charakter langfristig erhalten bleiben. Die Schutzmaßnahmen umfassen unter anderem die Vermeidung von Eutrophierung, extensive Mahd- und Beweidungsregime sowie den Verzicht auf Düngung und Kalkung. Ziel ist es, die Vielfalt der Lebensräume zu erhalten und zu fördern, darunter auch die besonderen Strukturen von Fließgewässern mit naturnaher Unterwasservegetation im Gebiet.
Das Naturschutzgebiet ist Teil eines größeren Biotopverbundes und angrenzend an das Landschaftsschutzgebiet „Grünlandhänge und -plateaus um Altastenberg / Neuastenberg / Langewiese / Hoheleye / Mollseifen“. Diese Vernetzung trägt dazu bei, die ökologische Funktionalität und Stabilität der Region zu sichern. Besucher des Gebiets können die ruhige Naturlandschaft genießen und sind oft von der unberührten Schönheit und der Vielfalt der heimischen Flora und Fauna beeindruckt. Das Gebiet lädt somit zu Erholung, Naturbeobachtung und zum Verweilen inmitten einer geschützten Berglandschaft ein.