Parks & Gärten

Erlenbruch Düstere Siepen

59909 Bestwig

Highlights

  • Erlenbruch Düstere Siepen ist ein Naturschutzgebiet in Bestwig im Hochsauerlandkreis.
  • Das 0,61 Hektar große Gebiet schützt einen naturnahen Erlen-Bruchwald und Bachabschnitt.
  • Es beherbergt gefährdete Pflanzen- und Tierarten in der fichtendominierten Waldlandschaft.

Tipps

  • Ein Besuch lohnt sich besonders im Frühjahr oder Herbst, wenn die Farbenpracht des Erlenbruchs am stärksten ist und viele Arten aktiv sind.
  • Da der Erlenbruch ein feuchter Lebensraum ist, sollten wetterfeste Schuhe getragen werden, um auf den teilweise quelligen und nassen Pfaden sicher zu gehen.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Erlenbruch Düstere Siepen

Der Erlenbruch Düstere Siepen ist ein im Jahr 2007 rechtswirksam ausgewiesenes und 2008 in Kraft getretenes Naturschutzgebiet im nordrhein-westfälischen Bestwig im Hochsauerlandkreis. Es erstreckt sich über eine Fläche von 0,61 Hektar und liegt im östlichen Arnsberger Wald, einem durchgehend fichtendominierten Waldlandschaftsraum. Das Schutzziel des NSG ist die Erhaltung eines repräsentativen Erlenbruchgebietes sowie eines naturnahen Bachabschnitts, der als herausragender Lebensraum innerhalb der umliegenden Waldregion fungiert.

Das Gelände des Naturschutzgebietes wird geprägt von einem sanft ansteigenden Talhang nördlich des kleinen Bachlaufes Düstere Siepen. Dieser Hang ist bestockt mit einem durchgewachsenen Erlen-Niederwald, dessen Bäume eine Höhe von bis zu 15 Metern erreichen. Der Wald weist vielfältige Strukturen auf: Während die zentralen Bereiche quellig vernässt und von artenreichem Bruchwald durchzogen sind, treten in den Randbereichen frisch-feuchte Standortbedingungen auf. Kleinflächige trockenere Zonen sind mit Fichten-Jungwuchs besetzt, der teilweise in den Bruchwald eindringt. Die südliche Talböschung wird durch Fichtenforst geprägt.

Das NSG beherbergt Lebensräume, die landesweit als stark bedroht gelten. Der Erlen-Bruchwald gilt aufgrund seiner hohen Artenvielfalt und der Vielzahl gefährdeter Pflanzenarten als besonders wertvoll. Zu den typischen Pflanzen zählen unter anderem der Adlerfarn, der Frauenfarn, verschiedene Seggenarten sowie der Faulbaum und die Schwarz-Erle als dominierende Baumart. Auch Moose wie das Kahnblättrige Torfmoos sowie verschiedene Rote-Liste-Pflanzen finden hier geeignete Lebensbedingungen. Der Bereich erfüllt eine wichtige Funktion als Trittsteinbiotop im landesweiten Biotopverbund.

Die Fauna des Gebietes profitiert von der strukturellen Vielfalt und der naturnahen Ausprägung des Lebensraums. Insbesondere Vogel- und Insektenarten, die auf Weichholzauenwälder und feuchte Waldstandorte angewiesen sind, finden hier geeignete Lebensbedingungen. Zu den im Zusammenhang mit dem NSG genannten Tierarten gehören verschiedene spezielle Arten des feuchten Waldes, deren Lebensräume eng mit den Erlebeständen verknüpft sind.

Ein wesentlicher Bestandteil des Schutzkonzeptes ist die Kontrolle und gezielte Beseitigung von Fichtenaufwuchs, der in den Bruchwald eindringt und dessen ökologische Funktion beeinträchtigen kann. Durch diese Maßnahmen soll die natürliche Dynamik des Erlenbruchs erhalten und die typischen Merkmale des Bruchwaldökosystems langfristig gesichert werden. Das NSG trägt damit zur Erhaltung eines von der intensiven Forstnutzung abweichenden und landschaftlich wie ökologisch wertvollen Waldbildes bei.

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