Parks & Gärten

Irrgeister

59955 Winterberg

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Irrgeister in Winterberg umfasst 38,6 Hektar artenreiches Feucht- und Nassgrünland.
  • Geschützt werden unter anderem Wiesenpieper, Schwarzkehlchen und landesweit gefährdete Pflanzenarten.
  • Das Gebiet ist Teil des europäischen Schutzgebietssystems Natura 2000 und beherbergt FFH-Lebensraumtypen.

Tipps

  • Das Naturschutzgebiet Irrgeister bei Winterberg eignet sich besonders für Beobachtungen von seltenen Vogelarten wie Wachtelkönig und Neuntöter in ihren typischen Lebensräumen.
  • Besucher sollten die zweischürige Mahd und geringe Düngung der Wiesenflächen im Frühjahr und Spätsommer beachten, um die artenreiche Vegetation zu schützen.
  • Im Bereich der Feuchtgrünlandflächen und Quellsümpfe ist auf festen Wegen zu bleiben, um empfindliche Pflanzen- und Tierarten nicht zu stören.

Eigenschaften

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Über Irrgeister

Das Naturschutzgebiet Irrgeister befindet sich im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen, nahe der Gemeinde Winterberg. Es zählt zu den besonders schutzwürdigen Landschaftsflächen der Region und wurde bereits im Jahr 2006 rechtswirksam als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen. Mit einer Fläche von rund 38,6 Hektar umfasst das Gebiet ein zusammenhängendes und ökologisch wertvolles Grünland-Talsystem, das durch seine Artenvielfalt und naturnahe Strukturen von regionaler Bedeutung ist.

Im Fokus des Schutzes stehen artenreiche Feucht- und Nassgrünlandflächen, Magerweiden sowie Mähwiesen, die Lebensraum für verschiedene gefährdete Tier- und Pflanzenarten bieten. Dazu gehören unter anderem der Wiesenpieper, der Schwarzkehlchen sowie der Neuntöter – allesamt Vogelarten, die in NRW unter Schutz stehen. Neben den offenen Grünlandflächen durchziehen naturnahe Fließgewässer das Gebiet, deren Dynamik und Wasserqualität maßgeblich für das ökologische Gleichgewicht sind. Zur Erhaltung dieser sensiblen Ökosysteme sind gezielte Maßnahmen wie extensive Bewirtschaftung, Verzicht auf Düngung sowie der Rückbau von Uferbefestigungen vorgesehen.

Das NSG Irrgeister ist Teil des europäischen Schutzgebietssystems „Natura 2000“ und damit in ein überregionales Netzwerk zur Erhaltung gefährdeter Lebensräume eingebunden. Es schützt zudem Lebensraumtypen wie Glatthafer- und Wiesenknopf-Silgenwiesen, Feuchte Hochstaudenfluren sowie quellige Nassweiden. Diese Flächen sind nicht nur Lebensraum für seltene Pflanzenarten, sondern bieten auch Rückzugsorte für Tiere wie die Bekassine. Die Erhaltung der natürlichen Überflutungsdynamik sowie der Fließgewässerqualität sind zentrale Ziele des Naturschutzes im Gebiet.

Das Schutzgebiet liegt in unmittelbarer Nähe zu weiteren naturschutzrelevanten Flächen wie den Wiesen im Springe- und Hillebachtal, die ebenfalls als schutzwürdige Biotope gekennzeichnet sind. Diese angrenzenden Flächen tragen zur ökologischen Vernetzung und Stabilität der Landschaft bei. Die umliegenden Waldbestände, geprägt von Fichtenbeständen, rahmen das offene Talsystem landschaftlich ein und unterstreichen die Vielfalt der regionalen Natur.

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