Bergbau Ausstellung AK Muttental
Highlights
- Im Muttental bei Witten zeigt der Förderverein bergbauliche Relikte wie den originalen Westfälischen Pferdegöpel und den einzigartigen Tiefe-Stock-Erbstollen.
- Denkmalgeschützte Stollen, Schachtgerüste und historische Fördertechnik dokumentieren die Industriegeschichte des Ruhrbergbaus in einer Freilichtausstellung.
- Das Zechenhaus ‚Herberholz‘ präsentiert Maschinen, Dokumente und Fotos zur Steinkohlenförderung sowie aktuelle Projekte zur Sanierung von Bergbaudenkmälern.
Tipps
- Barrierefreie Wege ermöglichen den Zugang zu den meisten Ausstellungsbereichen, sodass auch Besucher mit eingeschränkter Mobilität die historischen Exponate besichtigen können.
Eigenschaften
Ausflug Kultur-Museum: Bergbau-Ausstellung AK Muttental Witten
Die Bergbau-Ausstellung AK Muttental in Witten ist ein bedeutendes Zeugnis der regionalen Montangeschichte und ein zentraler Anlaufpunkt für alle, die sich für den Steinkohlenbergbau im Ruhrrevier interessieren. Betrieben vom Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V., präsentiert die Ausstellung auf einem historischen Gelände im Muttental eine einzigartige Sammlung bergbaulicher Relikte. Im Mittelpunkt steht das Zechenhaus „Herberholz“, ein denkmalgeschütztes Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, das nach der Flutkatastrophe 2021 umfassend saniert wurde. Heute bietet es Besuchern wieder einen Einblick in die Technik, Kultur und Arbeitswelt des Bergbaus.
Besonders sehenswert ist der Nachbau eines westfälischen Pferdegöpels, der nicht nur als technisches Denkmal, sondern auch als Symbol für die Verbindung von Tradition und Innovation steht. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Vielzahl von Originalexponaten wie Schachtgerüsten, Förderanlagen und historischen Werkzeugen. Das umliegende Gelände zeigt zudem den Tiefe Stock und Scherenberger Erbstollen, ein montanhistorisches Relikt, das in dieser Form im Ruhrgebiet einzigartig ist. Besonders beeindruckend sind die geologischen Spuren im Stollen, die Einblicke in die Entstehung des Ruhrkarbons vor über 300 Millionen Jahren geben.
Der Förderverein engagiert sich nicht nur für den Erhalt der Stätten, sondern auch für die Aufarbeitung der Bergbaugeschichte durch Publikationen und Führungen. Regelmäßig finden Exkursionen statt, etwa ins Besucherbergwerk Graf Wittekind in Dortmund-Syburg, wo Besucher die unterirdischen Schächte und historische Fördertechnik erkunden können. Zudem wird ein vielfältiges Programm angeboten, das von Vorträgen über geologische Analysen bis hin zu Ausstellungen historischer Fotos reicht. Im Sommer lädt das Zechenhaus mit Bewirtung und Kaffeeständen zu einem Besuch ein – eine willkommene Gelegenheit, die Geschichte des Ruhrbergbaus in gemütlicher Atmosphäre zu erleben.
Die Ausstellung ist ein lebendiges Archiv des Steinkohlenbergbaus und zeigt, wie eng dieser mit der Region verwoben war. Durch die ehrenamtliche Arbeit des Vereins bleibt diese Kulturgeschichte lebendig – von der Restaurierung von Stollenmundlöchern bis zur Dokumentation von Grubenwasser-Einwirkungen auf lokale Gewässer. Wer sich für Technik, Industrie oder die Landschaftsgeschichte des Ruhrgebiets interessiert, findet hier eine Fülle an Informationen und eindrucksvollen Exponaten, die den Bergbau als prägenden Faktor der Region sichtbar machen.