Gartenstadt Crengeldanz
Highlights
- Die Gartenstadt Crengeldanz in Witten entstand 1913/1914 als Werkssiedlung der Westfälischen Straßenbahn.
- 38 vollverschifene Fachwerkhäuser im bergischen Stil und große Gärten prägen die denkmalgeschützte Siedlung.
- Ursprünglich für 75 Wohneinheiten geplant, wurden 73 Wohnungen mit jeweils rund 120 m² Garten erbaut.
Tipps
- Die Siedlung ist zu Fuß oder mit dem Rad gut vom Bahnhof Witten-Crengeldanz aus zu erreichen.
- Große Gärten und der kleine Platz laden zum Verweilen im Freien ein.
- Die historischen Fachwerkhäuser im Bergischen Stil sind unter Denkmalschutz.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Denkmal Gartenstadt Crengeldanz Witten
Die Gartenstadt Crengeldanz in Witten ist eine historische Werkssiedlung, die noch heute durch ihren ursprünglichen Charme und ihre architektonische Eigenständigkeit besticht. Errichtet Anfang des 20. Jahrhunderts als Wohnsiedlung für Mitarbeiter der ehemaligen Westfälischen Straßenbahn, zählt sie heute zu den bedeutenden Kulturdenkmälern der Region. Die Siedlung umfasst 38 Gebäude im typischen Bergischen Schieferfachwerkstil, die ursprünglich über 70 Wohnungen beherbergten. Besonders auffallend ist der dorfartige Charakter der Anlage, geprägt durch großzügige Gärten, eine kleine zentrale Platzanlage und die stimmungsvolle Gesamtarchitektur.
Die Idee hinter der Gartenstadt Crengeldanz folgte den Prinzipien der Gartenstadtbewegung, die soziale wie ästhetische Aspekte des Städtebaus miteinander verbinden sollte. Die Westfälische Straßenbahn initiierte das Projekt, um ihr Betriebspersonal in unmittelbarer Nähe zum Straßenbahndepot unterzubringen. Zusammen mit der Stadt Witten wurde eine eigene GmbH gegründet, die den Bau und die Verwaltung der Siedlung übernahm. Die Finanzierung erfolgte durch verschiedene Institutionen, während die Planung und Umsetzung komplett vom städtischen Stadtbauamt geleitet wurde. Besonders bemerkenswert ist die kurze Bauzeit – innerhalb weniger Monate entstand eine komplette Wohnsiedlung, die noch heute nahezu unverändert erhalten ist.
Die Bewohner der Siedlung verfügten ursprünglich über großzügige Grundstücke mit rund 120 Quadratmetern Gartenfläche sowie Stallungen für Kleintiere – ein deutlicher Hinweis auf die damalige Verbindung von Wohnen und Landwirtschaft. Nach dem Wegfall der Westfälischen Straßenbahn in den 1930er Jahren wurde die Siedlung in andere Trägerschaften überführt, wodurch sich auch die Bewohnerstruktur veränderte. Während des Zweiten Weltkriegs blieb die Siedlung weitgehend verschont, obwohl Bombenangriffe auf die nahegelegene Glasfabrik Pilkington (ehemals Müllensiefen) erfolgten. Die robuste Fachwerkbauweise erwies sich dabei als vorteilhaft, da die Gebäude den Druckwellen der Explosionen besser standhalten konnten.
Heute steht die Gartenstadt Crengeldanz unter Denkmalschutz und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Interessierte der Architektur- und Sozialgeschichte. Die ursprüngliche Struktur der Siedlung ist weitgehend erhalten geblieben, was sie zu einem lebendigen Zeugnis früher städtebaulicher Reformbestrebungen macht. Die ruhige, idyllische Atmosphäre und die charmante Architektur laden dazu ein, die Gassen der Siedlung zu erkunden und die besondere Wohnkultur des frühen 20. Jahrhunderts hautnah zu erleben. Als Kulturdenkmal im Herzen von Witten bietet die Gartenstadt Crengeldanz einen spannenden Einblick in die Geschichte des regionalen Wohnungswesens und der industriellen Entwicklung des Ennepe-Ruhr-Kreises.
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Häufige Fragen zu Gartenstadt Crengeldanz
Wann wurde die Gartenstadt Crengeldanz erbaut?
Quelle: wikipedia
Wie viele Häuser hat die Gartenstadt Crengeldanz?
Quelle: wikipedia
Warum wurde die Gartenstadt Crengeldanz gebaut?
Quelle: wikipedia
Welche Besonderheiten hat die Gartenstadt Crengeldanz?
Quelle: wikipedia