Kemnader See
Highlights
- Der Kemnader See ist der jüngste der sechs Ruhrstauseen und wurde 1979 fertiggestellt.
- Er entstand im Zuge der Planungen der Ruhr-Universität Bochum und dient heute als Naherholungsgebiet mit Wander- und Radwegen.
- Am westlichen Ufer des Sees befand sich die Zeche Gibraltar, in der von 1786 bis 1925 Steinkohle gefördert wurde.
Tipps
- Der Kemnader See ist ein ruhiger Ort mit gepflegten Wanderwegen, ideal für Spaziergänge und Radtouren.
- Der acht Kilometer lange Rundweg um den See lädt zur Erkundung der Naturlandschaft ein.
- Der See eignet sich besonders am Nachmittag oder frühen Abend für einen entspannten Aufenthalt mit Blick über das Wasser.
Eigenschaften
Naturerlebnis am Kemnader See in Bochum entdecken
Der Kemnader See liegt im Süden von Bochum und erstreckt sich zwischen den Stadtteilen Kemnade, Heveney und Stiepel. Als jüngster der sechs Ruhrstauseen wurde er vom Ruhrverband im Zuge der Entwicklung der Region als Naherholungs- und Freizeitgebiet angelegt. Der See ist ein künstlich angelegtes Gewässer mit einer Wasserfläche von rund drei Millionen Kubikmetern bei einer mittleren Tiefe von 2,6 Metern. Seine Entstehung ist eng mit der industriellen Geschichte der Region verbunden. Der Bau des Stausees begann offiziell in den 1970er Jahren, und bereits wenige Jahre später wurde das Gewässer feierlich eingeweiht. Die Errichtung des Sees war Teil eines umfassenden Freizeit- und Erholungskonzeptes, das von der neu gegründeten Freizeitzentrum Kemnade GmbH umgesetzt wurde. Besonders auffällig ist die Wehranlage mit vier Klappenwehren, die den Wasserstand regelt, sowie der Hafenarm in Heveney, der heute als Bootshafen und Anlegestelle für Fahrgastschiffe dient. Umgeben wird der See von einem gut ausgebauten Wander- und Radweg, der eine Runde von etwa acht Kilometern ermöglicht. Historisch gesehen befindet sich der Kemnader See an einem Ort, der früher vom Bergbau geprägt war. Am westlichen Ufer des Sees befand sich einst die Zeche Gibraltar, in der über einen langen Zeitraum Steinkohle abgebaut wurde. Später erinnerten Gedenktafeln an die Existenz eines sogenannten „wilden KZs“ in der NS-Zeit, das als Folterraum der NSDAP diente. Heute ist das ehemalige Zeche-Gebäude unter anderem als Bootshaus der Ruhr-Universität Bochum in Nutzung. Diese Verbindung von Industriegeschichte und moderner Freizeitnutzung macht den Kemnader See zu einem interessanten Ort im Kontext der Themenroute „Geschichte und Gegenwart der Ruhr“ sowie der Route der Industriekultur. Der See dient heute als zentrales Naherholungsgebiet für die Einwohner von Bochum sowie der angrenzenden Städte Hattingen und Witten. Neben der Möglichkeit, die Natur zu genießen, bietet das Areal um den Kemnader See vielfältige Freizeitmöglichkeiten. Der Hafenarm in Heveney beherbergt ein Wassersportzentrum mit Erlebnisbad und ist Treffpunkt für Bootsfahrer und Wassersportbegeisterte. Der Rundweg um den See lädt sowohl Wanderer als auch Radfahrer ein, die Landschaft zu erkunden und die Ruhe des Gewässers zu genießen. Der Kemnader See steht damit exemplarisch für die Transformation der ehemaligen Industrielandschaft der Ruhr zum modernen Freizeit- und Erholungsraum. Mit seiner klaren Struktur, der Nähe zur Ruhr-Universität und der Verknüpfung mit regionalen Kultur- und Bildungswegen ist er ein lohnendes Ausflugsziel für Naturliebhaber, Sportbegeisterte und alle, die einen ruhigen Tag inmitten grüner Uferflächen verbringen möchten.
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Häufige Fragen zu Kemnader See
Wo liegt der Kemnader See?
Quelle: wikipedia
Wann wurde der Kemnader See gebaut?
Quelle: wikipedia
Was ist die Geschichte der Zeche Gibraltar am Kemnader See?
Quelle: wikipedia
Wie groß ist der Kemnader See?
Quelle: wikipedia