Eingang zur Liebesallee
Highlights
- Die Liebesallee in Wittmar bildet den Eingang zur Asse und führt zum Bismarckturm und zur Asseburg.
- Sie besteht aus Hainbuchen, die durch Schneiteln bizarre, knorrige Strukturen entwickeln.
- Der Heimat- und Verkehrsverein Asse pflegt die Allee seit 2001 und 2011 regelmäßig.
Tipps
- Ein Teil der Allee wurde in den Jahren 2001 und 2011 durch den Heimat- und Verkehrsverein Asse wieder freigestellt und gepflegt.
- Die Allee verläuft steil ansteigend vom Waldhaus zur Asse und bietet aufgrund ihrer Baumstruktur Lebensräume für verschiedene Tierarten.
Eigenschaften
Über Eingang zur Liebesallee
Der Eingang zur Liebesallee in Wittmar im Landkreis Wolfenbüttel ist ein markanter Beginn des Weges durch die historische Allee, die sich steil zur Asse hinaufzieht. Diese Hainbuchenallee, auch Schneitelbuche genannt, bildet den Zugang zum Bismarckturm und zur Ruine der Asseburg und zählt zu den bekanntesten Alleen im Landkreis. Ursprünglich diente sie nicht nur repräsentativen Zwecken, sondern bot auch jungen Paaren eine romantische Wegeführung, was maßgeblich zu ihrem Namen beigetragen hat.
Die Allee besteht aus Hainbuchen, deren charakteristische, oft knorrige Wuchsform durch früheres Schneiteln entstand. Diese Baumart bietet aufgrund ihrer langlebigen Struktur und der harten Holzeigenschaften wichtige Lebensräume für verschiedene Tierarten, darunter Insekten, Käfer und Höhlenbrüter. Jahrzehntelang wurde die Allee nicht gepflegt, was zu einem Verwildern und teilweisen Abbruch der Bäume führte. Seit den Jahren 2001 und 2011 erfolgte durch den Heimat- und Verkehrsverein Asse in Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde Asse eine Wiederherstellung und regelmäßige Pflege des Bestands.
Die Besonderheit der Liebesallee liegt auch in ihrer zeitlichen Schichtung: Neben alten Exemplaren von bis zu 120 Jahren wachsen auch jüngere Bäume, die nach dem Absterben älterer Pflanzen nachgepflanzt wurden. Diese Entwicklung zeigt anschaulich, wie sich die Natur über Jahrzehnte hinweg etablieren konnte. Historische Aufnahmen aus der Zeit um 1906 dokumentieren bereits das Bestehen der Allee, die damals als straßenbegleitender Baum bestand und heute einen landschaftlich geprägten Übergang vom Waldhaus zur Asse markiert.
Östlich der Allee befindet sich eine Fläche, die vom HVA in eine Streuobstwiese im oberen Teil und eine Schafweide im unteren Teil umgewandelt wurde. Westlich der Allee erstrecken sich heute Waldflächen, die früher von Steinbrüchen geprägt waren. Die Allee selbst verläuft diagonal und zieht sich vom Waldhaus zur Asse hinauf. In jüngster Zeit wurden die Bäume erneut stark zurückschnitt, um ihre Stabilität langfristig zu sichern und das Wachstum zu fördern.
Im Februar eines vergangenen Jahres wurde die Liebesallee vom Niedersächsischen Heimatbund e.V. zur „Allee des Monats“ ernannt. Dies unterstreicht ihre kulturhistorische Bedeutung im regionalen Kontext. Wanderer, die den Eingang der Allee passieren, begegnen einer Mischung aus natürlicher Entwicklung und kulturhistorischer Tradition, die sowohl landschaftliche Reize als auch Spuren der regionalen Nutzungsgeschichte widerspiegelt.