Kirche/Kloster

Katholische Kirchengemeinde St. Peter Bad Waldsee

Klosterhof 1, 88339 Bad Waldsee

Highlights

  • Die Katholische Kirchengemeinde St. Peter Bad Waldsee ist eine ehemalige Stiftskirche mit gotischer Grundstruktur und barocker Ausstattung.
  • Zur Seelsorgeeinheit Bad Waldsee gehörend, liegt die Kirche im Dekanat Allgäu-Oberschwaben der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
  • Besondere Sehenswürdigkeiten sind der barocke Hochaltar von Dominikus Zimmermann und das Grabmal Georgs I. Truchseß von Waldburg.

Tipps

  • Die barocke Ausstattung der St. Peter Kirche in Bad Waldsee ist sehenswert, insbesondere der Hochaltar von Dominikus Zimmermann.
  • Die Kirche ist ein beeindruckendes Beispiel für den Wechsel von gotischer Grundstruktur zur barocken Gestaltung im 18. Jahrhundert.
  • Zwei hohe, barocke Türme prägen das Stadtbild und sind ein markantes Wahrzeichen in Bad Waldsee.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Katholische Kirchengemeinde St. Peter Bad Waldsee

Die Katholische Kirchengemeinde St. Peter Bad Waldsee befindet sich in der Stadt Bad Waldsee im südwestdeutschen Bundesland Baden-Württemberg. Die ehemalige Stiftskirche St. Peter zählt heute zu den bedeutenden sakralen Kulturdenkmälern der Region Oberschwaben und ist fester Bestandteil der Seelsorgeeinheit Bad Waldsee innerhalb des Dekanats Allgäu-Oberschwaben der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Als eine der markantesten Kirchen der Gegend prägt sie maßgeblich das Stadtbild und zieht sowohl Gläubige als auch Besucher durch ihre architektonische und künstlerische Ausstrahlung an.

Die Geschichte der Kirche reicht weit zurück. Bereits im 10. Jahrhundert wird eine Pfarrkirche in Waldsee erwähnt. Im Jahr 1181 gründete Kaiser Friedrich Barbarossa hier ein Augustinerchorherrenstift. Der heutige Kirchenbau entstand ab dem späten 15. Jahrhundert als gotische Basilika, die später im Zuge barocker Umbauten erheblich verändert wurde. Besonders auffällig sind die um 1765 errichteten, 60 Meter hohen Doppeltürme, die einen seltenen Westfassaden-Typus darstellen. Architekt des barocken Umbaus war Jakob Emele, der auch andere Bauten in der Region realisierte.

Die Innenausstattung der Kirche bezeugt hohe künstlerische Qualität und religiöse Bedeutung. Der barocke Hochaltar von 1712 wurde vom Baumeister der berühmten Wieskirche, Dominikus Zimmermann, geschaffen. Mit einer Höhe von 11 Metern und einer Breite von 7 Metern bildet er das Zentrum des Kirchenraums. Das Hauptbildwerk zeigt die „Marienkrönung“ des Bildhauers Jakob Bendl. Weitere Werke von Zimmermann sind das Chorgestühl, der Sakristeischrank sowie der Mariahilf-Altar. Die Sakristei beherbergt ein Fresko von Johann Baptist Zimmermann, Bruder von Dominikus. Auch die Kanzel sowie weitere Altäre stammen aus der Werkstatt von Johann Georg Reusch. Ein weiteres bemerkenswertes Objekt ist das Renaissancetomb des Georg I. Truchseß von Waldburg, auch „Der eiserne Mann“ genannt, das in der nördlichen Chorkapelle steht.

Die Kirche beherbergt zudem eine Orgel aus dem Jahr 1964, deren Gehäuse auf eine historische Orgel von 1853 zurückgeht. Mit 41 Registern auf drei Manualen und Pedal ist sie ein wichtiges Instrument für Gottesdienste und Konzerte. Die Kirche ist zudem Station auf dem Oberschwäbischen Jakobsweg und lädt damit zu einer spirituellen wie kulturellen Auseinandersetzung ein. Die Pfarrkirche St. Peter verkörpert sowohl die reiche Geschichte der Region als auch die lebendige Gegenwart einer Gemeinde, die Glauben und Kultur miteinander verbindet.

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