Denkmal/Gedenkstätte

Burgstall Hohentann

87452 Altusried

Highlights

  • Burgstall Hohentann liegt auf 835 m ü. NN westlich von Kimratshofen.
  • Erste urkundliche Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1144.
  • Die Herrschaft wurde 1413 für 9000 Pfund Heller verkauft.

Tipps

  • Der Burgstall Hohentann liegt auf etwa 835 Metern Höhe und ist über Fundamentreste und einen Gedenkstein zu erkennen.
  • Die Anfahrt führt über Altusried in Richtung Kimratshofen, dann weiter Richtung Muthmannshofen.
  • Ein Besuch lohnt sich besonders für Fans der Regionalgeschichte, da nur wenige Reste des einstigen Spornburg erhalten sind.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Burgstall Hohentann

Der Burgstall Hohentann liegt im Gemeindeteil Einödhof Hohentann des Marktes Altusried im Landkreis Oberallgäu in Bayern. Die historische Spuren einer einst bedeutenden Stauferzeitlichen Spornburg befinden sich westlich des Kimratshofens, gehören aber zur Gemarkung Muthmannshofen. Auf einer Höhe von rund 835 Metern über Normalnull erinnert heute nur noch ein Gedenkstein an den ehemaligen Burghügel, auf dem einst eine befestigte Anlage thronte.

Die genaue Geschichte der Burg Hohentann ist bislang nicht vollständig geklärt. Urkundliche Erwähnungen deuten jedoch auf verschiedene Adelsgeschlechter hin, die möglicherweise mit der Anlage in Verbindung standen. Erste sichere Hinweise datieren aus dem Mittelalter, als die Burg und ihre umfangreiche Herrschaft unter mehrere Brüder aufgeteilt wurde. Die Herrschaft umfasste nicht nur die Burg selbst, sondern auch zahlreiche Untertanen, Güter, Mühlen, einen Meierhof, eine Taverne und sogar eine Badstube in verschiedenen umliegenden Orten wie Legau, Kimratshofen und Grünenbach.

Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Besitz mehrfach. Einige der namensgebenden Geschlechter trugen den Zusatz „von Tanne“ oder „von Erkentann“, während später die Herren von Hohenegg und danach die Linie von Heimenhofen maßgeblichen Einfluss auf die Burg und ihr Umland nahmen. Einige Besitzer huldigten Herzögen und Kaisern und sicherten sich so ihre Rechte. Auch Brände und Verpfändungen prägten das Schicksal der Anlage. Im späten Mittelalter geriet die Burg zunehmend in den Hintergrund, und bereits im frühen Neuzeitlichen Zeitraum kam es zum endgültigen Verfall.

Heute ist vom einstigen Gebäudebestand nichts mehr erhalten. Die Ruine wurde Anfang des 19. Jahrhunderts als Steinbruch genutzt, was den Zustand der Überreste zusätzlich beeinträchtigte. Lediglich der Gedenkstein markiert noch den ehemaligen Standort der Burg. Besucher finden heute keine sichtbaren archäologischen Strukturen vor, lediglich die historische Bedeutung des Ortes bleibt spürbar. Die abgelegene Lage trägt zur Stille und Eigenständigkeit des Ortes bei, lädt jedoch nicht zu längerem Verweilen ein.

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