Denkmal/Gedenkstätte

Runenburg – Burgstall von Untermatzen

PQ3V+MP, 88285 Amtzell

Highlights

  • Runenburg in Untermatzen wurde im 13. Jahrhundert von den Herren von Hacken erbaut und lag nahe dem Naturschutzgebiet Krottental-Karbach.
  • Die Burg, ursprünglich als Burg Bichel bekannt, war bis ins 15. Jahrhundert im Besitz der Herren von Neidegg und später im Besitz der Deutschordenskommende Altshausen.
  • 1390 verleihten Ritter von Prassberg-Pfaffenweiler die Burg als Lehen, doch bereits damals war sie vermutlich nur noch eine Ruine.

Tipps

  • Die Burgruine liegt in unmittelbarer Nähe des Naturschutzgebiets Krottental-Karbach und bietet so die Möglichkeit, historische Stätte mit umliegender Natur zu verbinden.
  • Der Burgstall zeigt Spuren einer mittelalterlichen Anlage aus dem 13. Jahrhundert, die vermutlich aus lokalen Steinen errichtet wurde und ursprünglich als Burg Bichel bekannt war.
  • Ein historischer Burgbrunnen und ein Burgsteig werden in Dokumenten aus dem Jahr 1433 erwähnt, was auf die erhaltenen Strukturen und die Nutzung der Anlage hinweist.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Burgstall Untermatzen – Kulturdenkmal in Amtzell

Die Runenburg – Burgstall von Untermatzen in Amtzell ist eine historische Ruine, die tief in der mittelalterlichen Geschichte der Region verwurzelt ist. Die Anlage lag in der Nähe des Naturschutzgebiets Krottental-Karbach und war vermutlich von Norden zugänglich. Die Burg bestand vermutlich aus Stein, doch heute sind nur noch die Spuren des einst mächtigen Bauwerks zu erkennen.

Die Runenburg wurde vermutlich im 13. Jahrhundert von den Herren von Hacken errichtet. Das Adelsgeschlecht, das auch als „von Hag“ urkundlich erwähnt wurde, spielte eine bedeutende Rolle in der Region. Doch bereits im 14. Jahrhundert erlosch das Haus, und die Burg ging in den Besitz anderer Familien über. Einer der letzten bekannten Vertreter, Eberhard von Hag, war als Zeuge bei einem Verkauf der Reibeisenmühle beteiligt.

Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Burg mehrfach den Besitzer. Nach dem Aussterben der Herren von Hacken fiel sie vermutlich an die Ritter von Prassberg-Pfaffenweiler und Leupolz, die sie 1390 als Lehen vergaben. Doch bereits damals war die Anlage vermutlich bereits eine Ruine. Später kam sie in den Besitz der Herren von Neidegg, die mit den Wohmbrechts verwandt waren. Ein Dokument aus dem Jahr 1433 erwähnt den Burgstall von Untermatzen, einen Burgsteig und einen Burgbrunnen – Hinweise auf die einstige Bedeutung des Ortes.

Auch im 16. Jahrhundert war die Runenburg noch als Burgstall präsent, als sie noch im Besitz der Herren von Neidegg stand. Später ging das Gut an die Deutschordenskommende Altshausen über, die Burg und umliegende Höfe in ihren Besitz nahmen. Obwohl die Ruine heute nicht mehr als prächtige Anlage zu erkennen ist, zeugt sie von der mittelalterlichen Burgenkultur in der Region und der wechselhaften Geschichte der lokalen Adelsfamilien.

Wer sich für die Spuren vergangener Zeiten interessiert, findet in der Runenburg ein faszinierendes Zeugnis der Vergangenheit. Die Nähe zum Krottental-Karbach und die historischen Verbindungen zu anderen Burgen und Adelsgeschlechtern machen sie zu einem besonderen Ausflugsziel für Geschichtsinteressierte. Die Ruine lädt dazu ein, sich auf eine Reise in die mittelalterliche Welt von Amtzell zu begeben.

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