Museum

Braunschweigisches Landesmuseum

Kanzleistraße 3, 38300 Wolfenbüttel

Highlights

  • Zeigt seit 1985 im Vieweghaus am Burgplatz Kultur- und Alltagsgeschichte aus Braunschweig mit Fokus auf jüdisches Leben.
  • Präsentiert barocke Kunst und gesellschaftliche Dynamiken, etwa durch den jüdischen Kaufmann Alexander David und seinen Einfluss auf die Stadt.

Tipps

  • Die mitgebrachten Jacken, Mäntel und größeren Taschen müssen vor Betreten der Ausstellungsräume in bereitgestellten Garderoben abgegeben werden.
  • Der Besuch der Dauer- und Sonderausstellungen erfolgt ohne Zeitdruck, sodass sich Interessierte ausführlich mit den Exponaten beschäftigen können.
  • Ein Austausch über die präsentierten Themen findet in den Ausstellungsbereichen oder im Museumsgarten bei einer Tasse Kaffee statt.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur-Ausflug: Museum in Wolfenbüttel entdecken

Das Braunschweigische Landesmuseum in Wolfenbüttel ist ein bedeutendes kulturelles Zentrum, das die reiche Geschichte und den künstlerischen Reichtum der Region lebendig werden lässt. Der Erfolg dieser ersten Präsentation führte bereits ein Jahr später zur offiziellen Eröffnung des Museums – damals noch unter dem Namen „Provinzialmuseum“ – und markierte den Beginn einer jahrhundertelangen Tradition der Bewahrung regionalen Kulturerbes.

Über die Jahrzehnte hinweg zog das Museum mehrfach seinen Standort. Nach Stationen im Paulinerchor und dem Aegidienkloster fand es 1938 seinen Namen als „Braunschweigisches Landesmuseum“ und zog 1985 in das historische Vieweghaus am Burgplatz. Dieses prächtige Gebäude prägte bis 2020 den Ausstellungsbetrieb, bevor es einer umfassenden Sanierung unterzogen wurde. Während dieser Zeit werden die Ausstellungen an wechselnden Orten im Stadtgebiet gezeigt, um die Kontinuität des kulturellen Angebots zu gewährleisten.

Das Museum dokumentiert die vielfältigen kulturellen Einflüsse, die Wolfenbüttel und die umliegende Region über Jahrhunderte prägten. Besonders hervorgehoben werden die Beziehungen zwischen jüdischen und nicht-jüdischen Gemeinschaften, die einen lebendigen Austausch und eine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Lebenswelten förderten. Ein Beispiel hierfür ist der einflussreiche Alexander David, dessen Verbindungen zum barocken Fürstenhof die Wiederbelebung der jüdischen Gemeinde in Braunschweig ermöglichte. Die Ausstellungen zeigen, wie diese Gesellschaften mit ihren Herausforderungen umgingen und gemeinsam kulturelle Schätze schufen.

Besucherinnen und Besucher werden eingeladen, sich Zeit zu nehmen und die Exponate in Ruhe zu erkunden. Das Museum lädt zum Dialog ein – sei es durch Gespräche in den Ausstellungsräumen oder im gemütlichen Museumsgarten. Die Atmosphäre ist bewusst entspannt: Es gibt keine Hetze, sondern Raum für persönliche Entdeckungen und den Austausch über die faszinierenden Objekte. Ob Kunst, Geschichte oder Alltagsgegenstände – das Braunschweigische Landesmuseum bietet einen tiefen Einblick in die kulturelle Vielfalt einer Region, die von Toleranz und kreativem Austausch geprägt war.

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