Denkmal/Gedenkstätte

Übersichtskarte Gedenkstätte Wolfenbüttel

Am Herzogtore 13, 38300 Wolfenbüttel

Highlights

  • Die Gedenkstätte in Wolfenbüttel erinnert an die Opfer des NS-Regimes in der Justizvollzugsanstalt.
  • Ehemalige Hinrichtungsstätte und historische Gebäude sind nur mit Voranmeldung besuchbar.
  • Im Dokumentationszentrum gibt es eine interaktive Dauerausstellung zum Thema NS-Justiz und Strafvollzug.

Tipps

  • Die Gedenkstätte ist frei zugänglich und bietet eine informative Dauerausstellung zum Thema Justiz und Strafvollzug im Nationalsozialismus.
  • Führungen sind besonders empfehlenswert, um vertiefte Einblicke in die historischen Zusammenhänge zu erhalten.
  • Der Eintritt ist kostenlos, eine Voranmeldung für Gruppenbesuche der historischen Orte innerhalb der Anstalt ist jedoch erforderlich.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Übersichtskarte Gedenkstätte Wolfenbüttel

Die Übersichtskarte Gedenkstätte Wolfenbüttel befindet sich im historischen Gebäudekomplex der ehemaligen Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel im gleichnamigen Ort im Bundesland Hessen. Sie dient als zentrales Informations- und Dokumentationszentrum zum Thema Justiz und Strafvollzug während der Zeit des Nationalsozialismus. Die Gedenkstätte wurde eingerichtet, um die Geschichte des Strafgefängnisses zu bewahren, das von 1933 bis 1945 die zentrale Haftanstalt des Freistaates Braunschweig darstellte und Teil eines weitreichenden Netzwerks nationalsozialistischer Justizhaftstätten war.

Im Fokus der Dauerausstellung steht die Aufarbeitung der Verbrechen der nationalsozialistischen Justizpolitik. Dazu gehören die Inhaftierung politischer Gegner, sozial Schwächster, rassistisch Verfolgter sowie Homosexueller. Besondere Bedeutung erlangte das Gelände durch die 1937 eingerichtete Hinrichtungsstätte, in der Hunderte von Menschen hingerichtet wurden. Die Ausstellung vermittelt eindrücklich durch verschiedene Medienformate, darunter interaktive Elemente, Dokumente, Berichte von Überlebenden sowie archäologische Funde, wie das Leben und Sterben der Insassen gestaltet war.

Besucher*innen erhalten auf ihrem Rundgang nicht nur Einblicke in die historischen Ereignisse, sondern auch in die individuellen Schicksale der Häftlinge. Ein besonderes Highlight ist die Möglichkeit, im Dokumentationszentrum eigene Recherchen durchzuführen oder an Führungen teilzunehmen, die von erfahrenen Mitarbeiter*innen durchgeführt werden. Diese geben vertiefende Einblicke in die Geschichte der Anstalt, die Bedingungen im Gefängnisalltag sowie die schrecklichen Ereignisse bis zur Befreiung durch US-amerikanische Truppen.

Die Gedenkstätte verfolgt nicht nur das Ziel, die Geschichte zu dokumentieren, sondern auch zu erinnern und Bildung zu fördern. Regelmäßig finden hier Veranstaltungen, Workshops und Projekte mit Schulen, Forschungseinrichtungen und Angehörigen von Opfern statt. Die Zusammenarbeit mit ehemaligen Häftlingen und deren Familien bildet einen wichtigen Bestandteil der Arbeit. Die Gedenkstätte ist kostenlos zugänglich und lädt dazu ein, die schweren Verbrechen der NS-Zeit im Kontext von Recht, Macht und Ideologie zu reflektieren.

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