Museum Junge Kunst
Highlights
- Die Städtische Galerie Wolfsburg präsentiert seit 1974 zeitgenössische Kunst im historischen Schloss.
- Schwerpunkt der Sammlung sind deutsche Werke nach 1945, die dauerhaft und in Wechselausstellungen gezeigt werden.
- Der Kunstpreis „Junge Stadt sieht Junge Kunst“ fördert seit 1959 vielversprechende Künstler mit Ausstellungen und Katalogen.
Tipps
- Das Museum Junge Kunst in Wolfsburg zeigt zeitgenössische Werke, insbesondere der deutschen Kunst nach 1945, im historischen Schlossbau.
- Auf sechs Etagen sind wechselnde Ausstellungen sowie Teile der städtischen Kunstsammlung zu sehen.
- Zur Museumsanlage gehören eine Fachbibliothek, eine Druckwerkstatt und eine Bürgerwerkstatt mit Malschule.
Eigenschaften
Über Museum Junge Kunst
Das Museum Junge Kunst in Wolfsburg ist ein Ort zeitgenössischer Kunst und kultureller Auseinandersetzung. Es befindet sich im historischen Schloss Wolfsburg, dessen Renaissancebau seit 1974 als Ausstellungsstätte dient. Die sechsstöckige Galerie widmet sich vor allem der deutschen Kunst nach 1945 und verbindet in ihrer Präsentation die historische Architektur des Schlosses mit modernen und zeitgenössischen Werken. Neben wechselnden Ausstellungen zeigt das Museum auch Teile seiner städtischen Kunstsammlung, die ursprünglich als Wandschmuck für Verwaltungsräume begann und sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer beachtenswerten Sammlung entwickelte.
Ein besonderer Schwerpunkt des Museums liegt auf der Förderung junger und vielversprechender Künstlerinnen und Künstler. Seit 1959 verleiht die Stadt Wolfsburg den Kunstpreis „Junge Stadt sieht Junge Kunst“, der in unregelmäßigen Abständen an vielversprechende Talente vergeben wurde. Seit 1992 wird der Preis alle drei Jahre erneut ausgeschrieben, verbunden mit einer Einzelausstellung sowie einem Katalog. Unter den Preisträgerinnen und Preisträgern befinden sich namhafte Künstler wie Katharina Fritsch, Thomas Schütte und Angela Bulloch. Diese Verbindung von Ausstellung und Förderung unterstreicht die Bedeutung des Museums als Plattform für aufstrebende künstlerische Positionen.
Die Ausstellungspraxis des Museums umfasst sowohl Einzelpräsentationen namhafter Künstler als auch thematische Schwerpunkte, die aktuelle gesellschaftliche und ästhetische Debatten widerspiegeln. In enger Verzahnung mit der städtischen Sammlung werden zudem Sonderausstellungen konzipiert, die neue Perspektiven auf zeitgenössische Kunst eröffnen. Ergänzt wird das kulturelle Angebot durch eine Fachbibliothek zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts sowie durch eine Druckwerkstatt und eine Bürgerwerkstatt mit Malschule, die im Nordflügel und in den ehemaligen Remisen des Schlosses untergebracht sind.
Seit der Restaurierung des Westflügels im Jahr 2002 werden hier auf zwei Etagen Auszüge aus der Sammlung gezeigt, die in Bezug zu den laufenden Sonderausstellungen stehen. Diese dauerhafte Präsentation schafft einen Dialog zwischen historischen und zeitgenössischen Werken und verdeutlicht die Entwicklungslinien innerhalb der deutschen Nachkriegskunst. Die Leitung des Museums liegt seit 2024 bei Marcus Körber, der die künstlerische und institutionelle Ausrichtung des Hauses weiterentwickelt.