St. Bonifatius
Highlights
- St. Bonifatius in Wollbach hat einen 16. Jh. Kirchturm, erbaut unter Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn.
- Die Pfarrkirche ‚Zu den Heiligen Schutzengeln‘ wurde 1956–57 nach Plänen des Würzburger Dombaumeisters Hans Schädel neu errichtet.
- Die Michaelskapelle soll durch wunderbare nächtliche Materialtransporte auf den Berg gebracht worden sein, wie eine Sage erzählt.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität den Eintritt in die Kirche über einen rollstuhlgerechten Eingang.
- Ein Parkplatz in unmittelbarer Nähe der Kirche ist speziell für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen vorgesehen und rollstuhlgerecht gestaltet.
- Die Michaelskapelle bietet Einblicke in eine lokale Sage, die die ungewöhnliche Überführung des Baumaterials auf den Berg beschreibt.
Eigenschaften
Kultur & Sakrales in St. Bonifatius Wollbach entdecken
Die Pfarrkirche St. Bonifatius in Wollbach ist ein prägendes Sakralbauwerk mit einer bewegten Geschichte, das sich tief in die regionale Identität eingliedert. Der älteste Teil der Anlage, der markante Kirchturm, stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde unter dem Einfluss von Bischof Julius Echter von Mespelbrunn errichtet. Der Turm ragt als sichtbarer Zeuge der Gegenreformation in den Himmel und unterstreicht die Bedeutung der Kirche als religiöses Zentrum der Region.
Das heutige Kirchenschiff der Pfarrkirche Zu den Heiligen Schutzengeln entstand in den Jahren 1956 bis 1957 nach Plänen des Würzburger Dombaumeisters Hans Schädel. Die Erweiterung und Neugestaltung folgte dem Bedarf einer modernen Liturgie und einem wachsenden Gemeindeleben. Besonders erwähnenswert ist die Sage um die Michaelskapelle, die ursprünglich auf einem anderen Berg errichtet werden sollte – doch das Baumaterial sei auf wunderbare Weise immer wieder auf den Michaelsberg zurückgebracht worden. Diese Legende verleiht dem Ort eine mystische Aura und zeigt die enge Verbindung von Glauben und lokalem Brauchtum.
Neben der Kirche bildet das Kolping-Pfarrheim seit den 1950er Jahren das soziale Herz der Pfarrei. Ursprünglich als Jugendheim aus einer alten Pfarrscheune entstanden, wurde es später zu einem modernen Zentrum für Gemeindeaktivitäten ausgebaut. Hier finden nicht nur Gottesdienste, sondern auch Bildungsveranstaltungen, Treffen von Vereinen und caritative Angebote statt. Die Architektur und Nutzung spiegeln die lebendige Tradition der Pfarrei wider, die sich stets an die Bedürfnisse der Menschen anpasst.
Die Umgebung der Kirche bietet weitere historische Schätze. So befindet sich in der Nähe der älteste Bildstock des Landkreises, ein Sandsteinrelief aus dem 14. Jahrhundert. Ursprünglich an der Straße Löhrieth – Bildhausen aufgestellt, wurde er 1970 im Zuge der Flurbereinigung vor die Friedhofsmauer in Rheinfeldshof versetzt. Als Zeugnis mittelalterlicher Frömmigkeit und handwerklicher Kunst verweist er auf die religiöse Kultur der Region, die sich über Jahrhunderte hinweg entwickelt hat.
Für Besucher ist die Kirche nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein kulturelles Erlebnis. Dank barrierefreier Gestaltung – mit rollstuhlgerechtem Zugang und Parkplatz – ist sie für alle zugänglich. Führungen und digitale Inhalte, wie etwa YouTube-Aufnahmen, ermöglichen einen Einblick in die Geschichte und Kunst des Bauwerks. Die Pfarrgemeinde, seit 1989 von Pater Lorenz Maurer betreut, lebt ihre Tradition weiter und lädt zu einem Besuch ein – sei es für einen stillen Moment der Besinnung oder zur Teilnahme an den vielfältigen Angeboten der Gemeinde.