Wallfahrtskirche Mariä Geburt
Highlights
- Die Wallfahrtskirche Mariae Geburt in Lohwinden entstand nach der Heilung eines Hirten im Jahr 1666.
- Der Bau der barocken Kirche wurde 1679 begonnen und 1711 fertiggestellt.
- Die Kirche verfügt über ein Tonnengewölbe, einen Polygonalchor und einen Zwiebelturm.
Tipps
- Die Wallfahrtskirche Mariä Geburt in Lohwinden ist ein barockes Kirchlein mit besonderer Geschichte und eignet sich besonders für Fotografien und Besuche in ruhiger Atmosphäre.
- Derzeit ist die Kirche wegen Sanierungsarbeiten nicht zugänglich, ein Besuch ist daher vorab zu prüfen.
- Lohwinden liegt etwa drei Kilometer südlich von Wolnzach, erreichbar zu Fuß oder mit dem Fahrrad über die Wendenstraße.
Eigenschaften
Über Wallfahrtskirche Mariä Geburt
Die Wallfahrtskirche Mariä Geburt befindet sich im kleinen Ort Lohwinden, einem Ortsteil des Marktes Wolnzach im bayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm. Der idyllische Ort liegt abseits vom bustligem Treiben und präsentiert sich geprägt von landwirtschaftlichen Strukturen, wenigen Wohngebäuden sowie einem Dorfweiher. Die Kirche selbst ist ein barockes Bauwerk und zählt zu den bedeutenden sakralen Kulturdenkmälern der Region. Sie ist sowohl für Gläubige als auch für Interessierte ein Ort von besonderer Atmosphäre und historischer Relevanz.
Der Ursprung der Wallfahrt geht auf das Jahr 1666 zurück, als die Heilung eines stummen Hirten durch das Beten vor einem Marienstandbild die Aufmerksamkeit der Bevölkerung erregte. In der Folge pilgerten immer mehr Menschen nach Lohwinden, um die Gnadenstätte zu besuchen. Bereits 1679 wurde eine erste Kapelle errichtet, aus der später die heutige Kirche entstand. Der barocke Kirchenbau mit Langhaus, Polygonalchor und einem auffälligen Turm wurde innerhalb weniger Jahre erbaut und im frühen 18. Jahrhundert geweiht. Besonders bemerkenswert ist das Tonnengewölbe des Langhauses sowie die kunstvolle Innenausstattung mit zahlreichen Votivtafeln, Altären und religiösen Bildern.
Die Wallfahrtskirche ist nicht nur ein architektonisches, sondern auch ein kulturhistorisches Zeugnis. Sie steht in Verbindung mit der regionalen Geschichte der Ansiedlung sogenannter Wenden aus Böhmen, was sich auch im Ortsnamen niederschlägt. Lohwinden war bis zur Gebietsreform von 1971 Teil der Gemeinde Burgstall, bevor es in den Markt Wolnzach eingegliedert wurde. Die Kirche selbst genießt bis heute eine starke Bedeutung für die Gläubigen der Region und darüber hinaus. Viele Besucher berichten von einer besonderen Stimmung, die der Ort vermittelt – sowohl im Inneren als auch von außen betrachtet.
Derzeit ist die Kirche aufgrund umfassender Sanierungsarbeiten nicht zugänglich. Dennoch zieht sie viele Besucher an, die dennoch gerne wiederkommen möchten. Die Lage inmitten der Hallertau, nur wenige Kilometer vom Bahnhof Rohrbach entfernt, macht den Ort zu einem lohnenswerten Ausflugsziel. Die umliegende Landschaft, geprägt von landwirtschaftlicher Nutzung und typischen bayerischen Strukturen, trägt zusätzlich zur ruhigen und besinnlichen Atmosphäre bei. Die Wallfahrtskirche Mariä Geburt ist somit ein kulturelles und spirituelles Zentrum, das sowohl architektonische als auch historische Facetten bietet.