Stolpersteine Hilde und Hirsch Neuburger
Highlights
- In Haßfurt erinnern Stolpersteine an Hilde und Hirsch Neuburger, Opfer des Nationalsozialismus.
- Vor dem ehemaligen Kaufhaus Adler liegen sieben ‚Schattenrisse‘ zu Stolpersteinen in Haßfurt.
Tipps
- Die Stolpersteine markieren mit ihren Namen und Daten die Lebenswege von Betroffenen der NS-Zeit in Haßfurt.
- Vor Ort befinden sich sieben Schattenrisse, die an das ehemalige Kaufhaus Adler erinnern, in dem die Personen einst tätig waren.
- Die Ausstellung zu deutsch-israelischen Beziehungen zeigt aktuelle Bezüge zu den Schicksalen der hier geehrten Personen.
Eigenschaften
Stolpersteine Hilde & Hirsch Neuburger Haßfurt Kulturdenkmal
In Haßfurt erinnern die Stolpersteine an die Schicksale von Hilde und Hirsch Neuburger, zwei Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen, in den Bürgersteig eingelassenen Gedenktafeln des Künstlers Gunter Demnig markieren ihre letzte bekannte Wohnadresse und mahnen zur Erinnerung an die Verbrechen des Holocaust. Die Stolpersteine sind Teil eines bundesweiten Projekts, das seit einem Vierteljahrhundert an vergessene Biografien erinnert und den Betrachter direkt mit der Geschichte konfrontiert.
Die Initiative zur Verlegung der Stolpersteine in Haßfurt entstand im Rahmen einer Plakatausstellung zum Thema „60 Jahre Deutsch-Israelische Freundschaft“, die von Schülern des Haßfurter Bildungs- und Informationszentrums (BIZ) gestaltet wurde. Bei der Eröffnung der Ausstellung zündeten die Jugendlichen mitgebrachte Kerzen an den Gedenksteinen an – ein symbolischer Akt, der die Verbindung zwischen lokaler Geschichte und globaler Versöhnung unterstrich. Die Ausstellung war zeitweise in den Räumen der Sparkasse Zeil zu sehen und zeigte unter anderem sieben „Schattenrisse“ vor dem ehemaligen Kaufhaus Adler.
Die Stolpersteine sind nicht nur ein Denkmal, sondern auch ein Mahnmal für den Widerstand gegen Vergessenheit. Sie erinnern daran, dass auch in Haßfurt Menschen wie Hilde und Hirsch Neuburger ihr Leben verloren – deportiert, vertrieben oder ermordet. Durch ihre unauffällige, aber prägnante Präsenz im öffentlichen Raum fordern sie Passanten auf, innezuhalten und sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. So werden die Namen der Verfolgten wieder hörbar und ihre Geschichten lebendig.
Die Verlegung der Stolpersteine erfolgte im Rahmen eines lokalen Engagements, das sich für die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit einsetzt. Initiativen wie diese sind wichtig, um die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten und die Verantwortung für die Vergangenheit zu betonen. Die Gedenksteine in Haßfurt sind damit ein zentraler Ort der Erinnerungskultur in der Region und ein Zeichen für die Bedeutung von Toleranz und Menschlichkeit.