Denkmal/Gedenkstätte

Einstiges Wehr

J8P8+9C, 67551 Worms

Highlights

  • Das einstige Wehr in Worms-Pfiffligheim wurde 1997 durch den DRK-Förderlehrgang restauriert und das Ufer gesichert.
  • Die Wasserburg der Erenberger existierte hier bis 1425 und markierte einst den Zugang zum Pfrimmtal.
  • Das gotische Portal von 1425 führte zum historischen Friedhof und ist der älteste erhaltene Profanbau Pfiffligheims.

Tipps

  • Das ehemalige Wehr bietet Einblicke in die historische Uferbefestigung des Pfrimmbeckens und zeigt die handwerkliche Restaurierung durch den DRK-Förderlehrgang aus dem Jahr 1997.
  • Der Rundweg mit 18 Stationen verbindet sichtbare und unsichtbare Spuren der Ortsgeschichte Pfiffligheims und führt durch das Pfrimmtal sowie das rheinhessische Hügelland.
  • Die Stationen am Lutherbaum-Denkmal und dem ‚Ochsenklavier‘ im Karl-Bittel-Park veranschaulichen kulturelle und landschaftliche Besonderheiten des ehemaligen Dorfmittelpunkts.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Einstiges Wehr Worms – Ausflug

Das Einstige Wehr in Worms, genauer im Stadtteil Pfiffligheim, ist ein historisches Bauwerk, das tief in der regionalen Geschichte verwurzelt ist. Der Ort Pfiffligheim, gelegen in den Niederungen des Pfrimmbeckens, diente seit jeher als Tor zum Pfrimmtal und zum rheinhessischen Hügelland. Besonders die Wasserwirtschaft spielte hier eine zentrale Rolle, und das Wehr war ein wichtiger Bestandteil dieser Infrastruktur.

Die Ursprünge des Wehrs reichen bis in die frühe mittelalterliche Zeit zurück, als das Geschlecht der Erenberger in den „Wiesen“ eine Wasserburg errichtete. Diese Anlage bestand bis etwa zur Mitte des 15. Jahrhunderts und prägte die Landschaft nachhaltig. Das Wehr selbst diente vermutlich der Regulierung des Wasserstands im Pfrimmbecken, was für die Landwirtschaft und die Siedlungsentwicklung von großer Bedeutung war. Obwohl die Wasserburg nicht mehr erhalten ist, zeugen noch heute Spuren wie das gotische Portal von 1425 von der reichen Vergangenheit des Ortes.

Im 19. und 20. Jahrhundert verlor das Wehr zunehmend seine ursprüngliche Funktion, doch sein historischer Wert blieb erhalten. 1997 wurde es durch den Förderlehrgang des DRK-Berufsbildungswerkes in Worms restauriert und das Ufer gesichert. Diese Maßnahme sicherte nicht nur das Bauwerk, sondern betonte auch die Bedeutung des Wehrs als Teil des kulturellen Erbes Pfiffligheims. Das restaurierte Wehr ist heute ein sichtbares Zeugnis der jahrhundertelangen Verbindung zwischen Mensch und Wasser in dieser Region.

Pfiffligheim selbst ist ein Ort mit einer faszinierenden Geschichte, die eng mit der Kurpfalz verbunden ist. Nach der Reformation wurden die Bürger zunächst Lutheraner und später Reformierte, was die kulturelle Prägung des Ortes weiter vertiefte. Neben dem Wehr sind weitere historische Stätten wie der Lutherbaum, ein über 30 Meter hoher Baum mit einer Stammbreite von neun Metern, ein beliebtes Ziel. Der Baum steht symbolisch für die Legenden und den Dorfmittelpunkt der Vergangenheit. Auch der Karl-Bittel-Park, der seit 1932 existiert, bietet einen Rahmen für die Erinnerung an die lange Siedlungsgeschichte des Ortes.

Das Einstige Wehr ist somit nicht nur ein technisches Bauwerk, sondern auch ein Stück lebendige Geschichte, das die enge Verbindung zwischen Wasser, Landwirtschaft und Gemeinschaft in Pfiffligheim widerspiegelt. Es lädt Besucher ein, die historische Bedeutung der Region zu erkunden und die Bedeutung der Wasserwirtschaft für die Entwicklung des Ortes zu verstehen. Durch die Restaurierung und die Integration in den historischen Rundweg wird das Wehr zu einem wichtigen Punkt für alle, die sich für die Kultur und Geschichte Worms’ interessieren.

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