Denkmal/Gedenkstätte

Kletternde Kinder

Dürerstraße 93, 01307 Dresden

Highlights

  • Kinder klettern seit 1903 an Jugendstil-Reliefs im Mietshaus Eduard Jungbluth (Bundschuh-/Comeniusstraße).
  • Barocke und reformierte Fassadenskulpturen der Kunstgewerbeschule (ab 1901) bieten Kletterspaß mit historischer Architektur.
  • Skulpturen in der Johannstadt – wie Jugendstil-Dekoration – laden zum Erkunden und Klettern ein.

Tipps

  • Die Skulpturen und Kleindenkmäler in der Johannstadt bieten Einblicke in historische und künstlerische Entwicklungen vom Jugendstil bis zu barocken Elementen.
  • Am Mietshaus an der Bundschuhstraße und Comeniusstraße finden sich zwei Jugendstil-Reliefs und eine Stele aus dem Jahr 1903 als Beispiele für Fassadenschmuck.
  • Der Gebäudekomplex der ehemaligen Kunstgewerbeschule zeigt barocke und reformarchitektonische Skulpturen, besonders am Güntzplatz und an der Dürerstraße.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kletternde Kinder in Dresdens Kulturdenkmal

Die Skulptur *„Kletternde Kinder“* zählt zu den markanten Kunstwerken der Dresdner Johannstadt und verleiht dem öffentlichen Raum eine lebendige, spielerische Note. Als Teil des reichhaltigen Skulpturenrepertoires der Gegend entstand sie im Kontext der reformorientierten Architektur des frühen 20. Jahrhunderts – eine Epoche, in der Kunst und Baukunst eng miteinander verwoben wurden. Die Figurengruppe gehört zu den Kleindenkmalen, die das Stadtbild der Johannstadt prägen und dabei oft als unauffällige, aber charmante Akzente wirken.

Die Darstellung zeigt Kinder in einer dynamischen, fast tanzenden Bewegung, die an jugendstilprägende Motive erinnert. Die lebendige Formensprache der Skulptur spiegelt den Zeitgeist der Reformarchitektur wider, die traditionelle Stilelemente mit modernen Ansätzen verband. Besonders auffällig ist die harmonische Integration in die Umgebung: Ob als Fassadenschmuck oder freistehende Plastik, solche Werke dienten nicht nur der Verschönerung, sondern auch der Vermittlung von Idealen wie Bewegung, Freude und kindlicher Ungebundenheit – Werte, die für die Stadtkultur Dresdens stets von Bedeutung waren.

Die Johannstadt selbst war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Zentrum künstlerischer Experimentierfreude, in dem Architekten wie William Lossow und Hermann Viehweger barocke Formen mit Jugendstil-Elementen verschmolzen. Die *„Kletternden Kinder“* passen dabei in dieses Ensemble: Sie wirken wie ein stilles Zeugnis der Epoche, in der Kunst den Alltag bereichern sollte. Obwohl die Skulptur heute oft übersehen wird, verleiht sie dem Stadtraum eine besondere Leichtigkeit – ein kleines, aber feines Denkmal der Dresdner Kunstgeschichte.

Als Teil der zahlreichen Skulpturen und Kleindenkmale der Johannstadt ist die Figurengruppe in Listen wie der *„Skulpturen und Kleindenkmale in der Johannstadt“* dokumentiert. Sie steht damit in einer Reihe mit anderen Jugendstil-Plastiken, die das Stadtbild prägen, etwa den Fassadenschmuck am Mietshaus Eduard Jungbluth oder die barock-reformierten Elemente am Güntzplatz. Die *„Kletternden Kinder“* sind somit nicht nur ein Kunstwerk, sondern auch ein Stück lebendiger Tradition – ein Ort, an dem Geschichte und Gegenwart auf spielerische Weise aufeinandertreffen.

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