Museum

Käseglocke

Bergstraße 17, 27726 Worpswede

Tipps

  • Eintrittskosten betragen 4 Euro pro Person
  • Gebäude ist unter Denkmalschutz, barrierefreier Zugang begrenzt
  • Parkplatz in der Nähe begrenzt, früh anreisen empfohlen

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur ausflug in Worpswede: Die Käseglocke entdecken

Die sogenannte Worpsweder Käseglocke ist ein architektonisches und kulturelles Kleinod im Künstlerdorf Worpswede in Niedersachsen. Ursprünglich als Wohnhaus für den Schriftsteller Edwin Koenemann errichtet, zählt das Gebäude heute zu den besonderen Ausflugszielen mit künstlerischem und historischem Wert. Seit den 1990er Jahren ist es als Museum für angewandte Kunst und Kunsthandwerk öffentlich zugänglich und widmet sich der Darstellung und Förderung von Worpsweder Kunsthandwerk. Das markante Holzhaus wurde 1925 nach Plänen des renommierten Architekten Bruno Taut erbaut. Koenemann, der sich damals als Künstler und später als erster Fremdenführer in Worpswede einen Namen machte, ließ sich vom expressionistischen Geist und den innovativen Ideen Tauts inspirieren. Er übernahm einen Entwurf, der ursprünglich für die Mitteldeutsche Ausstellung in Magdeburg bestimmt war, aber dort nicht realisiert wurde. Das resultierende Gebäude erregte durch seine ungewöhnliche Iglu-Form Aufsehen und erhielt von den Einheimischen den Spitznamen „Käseglocke“, den es bis heute trägt. Die Architektur des Hauses spiegelt die Ideale der Nachkriegszeit wider: reduziert, organisch und ohne überflüssigen Schmuck. Die zentrale Ausrichtung um einen Schornstein, um den sich die Räume wie in einer Schnecke anordnen, verleiht dem Gebäude eine einzigartige innere Dynamik. Die Fenster wirken wie aus der Kuppelstruktur herausgeklappt und zeigen den Versuch, natürliche und gebaute Umwelt harmonisch zu verbinden. Diese Formensprache machte das Glockenhaus zu einem frühen Beispiel experimenteller Wohnarchitektur in der Weimarer Republik. Nach dem Tod von Koenemanns dritter Ehefrau Edita, die das Haus bis 1993 bewohnte, wurde es 1994 vom Verein „Freunde Worpswedes e. V.“ erworben. Eine aufwendige Restaurierung zwischen 1995 und 2001 brachte das Gebäude in seinen ursprünglichen Zustand zurück und ermöglichte die spätere Museumsnutzung. Seit der Wiedereröffnung dient die Käseglocke als einzige Institution in Worpswede, die sich gezielt dem Kunsthandwerk und der angewandten Kunst der Region widmet. Heute steht die Käseglocke als lebendiges Zeugnis der kreativen und architektonischen Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts und lädt Besucher ein, sich mit der Verbindung von Kunst, Handwerk und Alltag in Worpswede auseinanderzusetzen. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude bietet nicht nur einen Einblick in die Geschichte des Künstlerdorfes, sondern auch in die Ideenwelt einer Generation von Künstlern und Architekten, die neue Wege im Wohnen und Gestalten suchten.

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Häufige Fragen zu Käseglocke

Was ist die Worpsweder Käseglocke?
Die Worpsweder Käseglocke ist ein ehemaliges Wohnhaus im Künstlerdorf Worpswede, das heute als Museum für angewandte Kunst und Kunsthandwerk dient. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wer hat die Käseglocke erbaut und wann?
Die Käseglocke wurde 1926 vom Architekten Bruno Taut nach Plänen für ein Iglu-Haus errichtet, ursprünglich für die MIAMA-Ausstellung in Magdeburg vorgesehen. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Warum heißt das Gebäude 'Käseglocke'?
Das Gebäude erhielt wegen seiner ungewöhnlichen Iglu-Form den Spitznamen 'Käseglocke' von den Bewohnern Worpswedes. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wer war Edwin Koenemann und welche Rolle spielte er bei der Käseglocke?
Edwin Koenemann, Schriftsteller und erster Fremdenführer von Worpswede, ließ die Käseglocke 1926 erbauen. Seine Ehefrau bewohnte das Haus bis zu ihrem Tod 1993. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Seit wann ist die Käseglocke unter Denkmalschutz?
Das Gebäude steht seit 1996 unter Denkmalschutz und wurde von 1995 bis 2001 komplett renoviert. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia