Museum

Mimis Erbe

Findorffstraße 10, 27726 Worpswede

Highlights

  • Das Stolte Haus (1824) gilt als ‚Wiege der Worpsweder Künstlerkolonie‘ und beherbergt seit 2020 die Produzentengalerie ‚Mimis Erbe‘ für zeitgenössische Kunst.
  • Die Galerie zeigt wechselnde Ausstellungen und verkauft Kunst – Fundstücke werden neu arrangiert und erhalten so neue Bedeutung.
  • Franziska Hofmann, Teilhaberin und Künstlerin, prägte mit Zyklen wie ‚engel‘ (1992) oder ‚Gruppen – Massen‘ (1993) das Programm.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt in die Ausstellung.
  • Im historischen Stolte Haus werden wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in einem dreiteiligen Konzept präsentiert.
  • Die Kombination aus Galeriebereich, Verkaufsfläche und Fundstück-Installationen bietet eine vielfältige künstlerische Erfahrung.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Mimis Erbe – Museum in Worpswede

Das Mimis Erbe in Worpswede ist ein lebendiges Kunstprojekt, das im historischen Stolte Haus beheimatet ist. Das 1824 gegründete Kaufhaus gilt als prägender Ort der berühmten Künstlerkolonie Worpswedes und bietet seitdem einen einzigartigen Rahmen für künstlerische Initiativen. Hier wurde aus einem traditionellen Handelsgebäude ein Forum für zeitgenössische Kunst geschaffen, das sich als Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart versteht.

Im Herzen des Ortes präsentiert Mimis Erbe ein dreiteiliges Konzept: Im Galeriebereich finden regelmäßig wechselnde Ausstellungen lokaler und internationaler Künstlerinnen und Künstler statt. Die gezeigten Werke – oft aus ungewöhnlichen Fundstücken zusammengesetzt – gewinnen durch ihre neue Kontextualisierung eine besondere Bedeutung. Besonders bekannt ist das Projekt für seine experimentellen Ansätze, bei denen Alltagsgegenstände oder archaische Materialien zu künstlerischen Statements werden.

Das Konzept entstand aus der Idee, Kunst nicht nur als reine Ästhetik, sondern als gesellschaftlichen Diskurs zu verstehen. Künstlerinnen wie Franziska Hofmann, die das Projekt mitgestaltet, verbinden dabei traditionelle Handwerkstechniken mit modernen Ausdrucksformen. Die Ausstellungen spiegeln oft gesellschaftliche Themen wider, etwa in Zyklen wie „engel“ oder „Gruppen – Massen“, die sich mit Identität, Gemeinschaft und Veränderung auseinandersetzen. Auch aktuelle Projekte wie „Ändern“ zeigen, wie Kunst als Werkzeug für Reflexion genutzt wird.

Mit einem rollstuhlgerechten Parkplatz und einem Fokus auf inklusive Angebote passt sich Mimis Erbe den Bedürfnissen eines modernen Kunstpublikums an. Das Stolte Haus selbst, umgeben vom malerischen Ortskern Worpswedes, bietet eine inspirierende Kulisse für Begegnungen mit Kunst und Kultur. Ob als Ort der Entdeckung, des Dialogs oder der Inspiration – hier wird Kunst zum Erlebnis, das über die Grenzen des Raumes hinauswirkt.

Als Produzentengalerie fördert Mimis Erbe nicht nur die Präsentation, sondern auch die Entstehung neuer Werke. Durch Kooperationen mit Künstlerinnen und lokalen Initiativen bleibt das Projekt dynamisch und offen für innovative Ideen. Wer Worpswede als kulturellen Schauplatz erlebt, findet hier einen Ort, an dem Tradition und Moderne auf fruchtbare Weise verschmelzen – und das Erbe der Künstlerkolonie weiterleben.

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