Parks & Gärten

Wurmtal südlich Herzogenrath, einschließlich Meisbach, Würselen

52146 Würselen

Highlights

  • Das Wurmtal südlich von Herzogenrath umfasst naturnahe Flussabschnitte, Auenwälder und Feuchtgebiete.
  • Geschützte Tierarten wie der Kammmolch, der Hirschkaefer und der Eisvogel leben im Gebiet.
  • Ehemalige Bergbauflächen sind in das Naturschutzgebiet integriert und tragen zur Biodiversität bei.

Tipps

  • Gut gepflegte Wanderwege entlang der Wurm bieten angenehme Spaziergänge mit Schatten und Rastmöglichkeiten.
  • Parkplätze in Kaisersruh oder am Teuter Hof sind Ausgangspunkte für Erkundungen des Naturschutzgebiets.
  • Das Tal ist besonders im Sommer beliebt, bietet aber auch abseits der Saison lohnende Naturerlebnisse.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Wurmtal südlich Herzogenrath, einschließlich Meisbach, Würselen

Das Naturschutzgebiet „Wurmtal südlich Herzogenrath, einschließlich Meisbach, Würselen“ erstreckt sich entlang des naturnahen Flusslaufs der Wurm zwischen Herzogenrath im Norden und der Stadtgrenze von Aachen im Süden. Es umfasst eine Fläche von rund 548 Hektar und zählt zu den größten zusammenhängenden Feuchtbiotopen im nordrhein-westfälischen Raum. Neben dem Flussbett mit seinen Auenwaldresten, Röhrichtzonen und Hochstaudenfluren sind auch bewaldete Hänge sowie ehemalige Bergbauflächen wie die Grube Gouley und die Kalkhalde Teuterhof Bestandteil des Schutzgebiets. Diese Vielfalt an Lebensräumen macht das Wurmtal zu einem wichtigen Rückzugs- und Brutgebiet für zahlreiche nach der FFH- und Vogelschutzrichtlinie geschützte Tier- und Pflanzenarten.

Im Wurmtal finden sich verschiedene nach Anhang I der FFH-Richtlinie geschützte Lebensraumtypen, darunter Fließgewässer mit Unterwasservegetation, Stieleichen-Hainbuchenwälder sowie Erlen-Eschen-Auenwälder. Auch Feuchtwiesen, Magergrünland und naturnahe Stillgewässer tragen zur hohen ökologischen Wertigkeit des Gebiets bei. Zu den Tierarten, deren Lebensräume hier erhalten und gefördert werden, gehören der Hirschkäfer, der Kammmolch und das Große Mausohr. Auch für verschiedene Vogelarten wie den Eisvogel, die Rohrweihe oder den Rotmilan bietet das Tal wichtige Habitate. Darüber hinaus dient das Areal als Durchzugs- und Rastgebiet für zahlreiche Zugvögel, darunter Bekassine, Kiebitz und Uferschwalbe.

Die landschaftliche Vielfalt des Wurmtals lädt zu Erholung und Naturbeobachtung ein. Gut ausgebaute Wanderwege ermöglichen einen barrierearmen Zugang zu den unterschiedlichen Biotoptypen des Naturschutzgebiets. Die Wege sind gepflegt und bieten mehrere Rastmöglichkeiten, wodurch Spaziergänge sowohl im Schatten der Laubbäume als auch entlang der offenen Uferbereiche angenehm möglich sind. Parkplätze befinden sich beispielsweise in der Nähe von Kaisersruh oder am Teuter Hof und bieten gute Ausgangspunkte für Erkundungstouren. Die Region ist sowohl für Fußgänger als auch für Naturliebhabende attraktiv, die die Vielfalt an Flora und Fauna im Wurmtal entdecken möchten.

Das Schutzgebiet ist Teil eines größeren Biotopverbundes innerhalb des Wurm-Auen-Systems und trägt maßgeblich zur Erhaltung gefährdeter Arten und Lebensräume bei. Es schützt zudem verschiedene nach § 30 Bundesnaturschutzgesetz bzw. § 62 Landschutzgesetz NRW ausgewiesene Biotoptypen, darunter naturnahe Flussabschnitte, Feuchtgrünland, Quellbereiche und Auwälder. Diese Vielfalt unterstreicht die Bedeutung des Gebiets sowohl im regionalen als auch im überregionalen Naturschutzkontext. Durch gezielte Pflegemaßnahmen und den Erhalt der natürlichen Dynamik wird langfristig sichergestellt, dass das Wurmtal seine ökologische Funktion als Lebensraum und Erholungsraum erfüllen kann.

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